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SV Haldern erwischt einen Fehlstart

Lokalsport: SV Haldern erwischt einen Fehlstart
Der Halderner Stürmer Christopher Kipp (links), gerade erst von einem Bänderriss genesen, musste nach 45 Minuten vom Feld, weil er einen Schlag auf den lädierten Fuß erhalten hatte. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Haldern. Der Fußball-Bezirksligist verliert das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger TuB Bocholt mit 0:3. Die Mannschaft von Trainer Michael Tenhagen ist in der ersten Halbzeit ein gleichwertiger Gegner, verpasst es aber, in Führung zu gehen. Von Joachim Schwenk

Die Pflichtspiel-Premiere von Michael Tenhagen als Trainer des SV Haldern ging daneben. Der ersatzgeschwächte Fußball-Bezirksligist, der sieben Kicker ersetzen musste, kassierte gestern Abend vor 300 Zuschauern auf dem Nebenplatz im Lindenstadion eine 0:3 (0:1)-Niederlage in der Heimpartie gegen TuB Bocholt. Tenhagen gab nach den 90 Minuten, in denen seine Mannschaft lediglich in der ersten Hälfte ein gleichwertiger Gegner gewesen war, neidlos zu, dass der Erfolg der Gäste auch in der Höhe verdient war. "TuB Bocholt hat eine starke Mannschaft mit einer sehr guten Spielanlage. Da fehlt meinem Team noch etwas. Daran müssen wir arbeiten", sagte Tenhagen.

Der SV Haldern hatte durchaus die Gelegenheit, die Begegnung in andere Bahnen zu lenken. Denn in der ersten Hälfte hatte das Team den ambitionierten Neuling, dem zugetraut wird, auch in der höhere Klasse eine beachtliche Rolle zu spielen, gut im Griff. Der Bezirksligist ließ aus dem Spiel heraus kaum Möglichkeiten des Gegners zu. Doch die Mannschaft brachte sich schließlich selbst um einen besseren Ausgang der Auftakt-Partie.

Denn der SV Haldern, der in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte, vergab große Chancen zur Führung. Yannik Duesing (14.) und Julian Otten (16.) verpassten frei vor dem Bocholter Keeper die Möglichkeit zum 1:0. "Das waren für mich die Schlüsselszenen. Wenn wir in dieser Phase den Nadelstich gesetzt hätten, den wir unbedingt setzen wollten, wäre für uns vielleicht etwas möglich gewesen", sagte Tenhagen. Zudem leistete die Halderner Hintermannschaft beim Bocholter Führungstreffer, den Marco Moscheik in der 35. Minute erzielte, fleißig Hilfestellung, weil sie nicht entschlossen genug klärte.

Nach dem Wechsel war der SV Haldern nicht ansatzweise mehr in der Lage, dem spielstarken Gast Paroli zu bieten. Dafür war die Mannschaft jetzt in der Offensive zu schwach besetzt. Nicht nur, dass sie schon von Beginn an auf Torjäger Matthias Bauhaus (Urlaub) verzichten musste, der sich per Handy ständig über den Spielstand informierte. Angreifer Christopher Kipp, gerade erst von einem Bänderriss genesen, konnte nach der Pause nicht mehr auf den Rasen zurück, weil er in Hälfte eins einen Schlag auf den lädierten Fuß erhalten hatte. "Ich glaube nicht, dass es etwas Schlimmeres ist. Doch heute ging es nicht mehr weiter", sagte Christopher Kipp, der in der vergangenen Saison 15 Treffer für den SV Haldern erzielte.

Die Folge des Fehlens der beiden besten Offensivkräfte des Gastgebers war, dass es kaum noch Entlastung für die Defensivabteilung gab, die nun immer stärker unter Druck geriet. TuB Bocholt nahm durch die Treffer von Jens Terörde (61.) und Fabian Streib (66.) relativ schnell alle Spannung aus dem Spiel. Der SV Haldern konnte sich schließlich bei Torhüter Marvin Thölke bedanken, dass es nicht eine noch höhere Niederlage setzte. Der Keeper klärte unter anderem einige Male glänzend gegen den frei vor ihm auftauchenden Reeser Michel Wesendonk, der einer der auffälligsten Bocholter Akteure war. Der SV Haldern besaß in Hälfte zwei nur noch eine gute Gelegenheit, die der eingewechselte Ferhat Güngör in der 82. Minute nicht verwertete.

Quelle: RP
 
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