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Fußball
SV Hönnepel mit bescheidenen Zielen

Fußball: SV Hönnepel mit bescheidenen Zielen
Aufgalopp: Mit einer von Benjamin Schüssler geleiteten Laufeinheit begann das Trainingsprogramm des Oberligisten. FOTO: Gottfried Evers
Niederrhein. Fußball-Oberliga: Trainer Georg Mewes hofft nach dem Verlust wichtiger Spieler auf eine Saison ohne Abstiegssorgen. Von Hans-Gerd Schouten

Die Liebe des Trainers Georg Mewes zum Fußball-Oberligisten SV Hönnepel/Niedermörmter ist noch nicht erloschen. Dies demonstrierte er beim gestrigen Trainingsauftakt eindrucksvoll mit seinem T-Shirt. Der Coach und der Clubvorsitzende Mario van Bebber konnten etliche neue Akteure begrüßen. Da 13 Spieler den Verein am Saisonende beziehungsweise schon im Winter verlassen haben, musste ein radikaler Umbruch erfolgen.

Doch finanziell waren Mewes diesmal die Hände gebunden. So musste er bei den Neuzugängen hauptsächlich auf Kicker aus unterklassigen Vereinen zurückgreifen. Ein gewagtes Spiel, doch es blieb keine andere Wahl. Nach der Meisterschaft und dem Nichtaufstieg im Sommer 2014 und dem ebenfalls guten vierten Platz in der zurückliegenden Spielzeit müssen nun kleinere Brötchen gebacken werden.

Als Saisonziel wird der Klassenerhalt ausgegeben. Der stets Optimismus ausstrahlende Coach glaubt aber, dass er ein Team auf die Beine stellen kann, das sich in der Klasse gut behaupten kann. "Wenn die erfahrenen Spieler von Verletzungen und Sperren verschont bleiben, müssten wir einen sicheren Mittelplatz belegen können."

Dass Stammkräfte wie Abwehrchef Heinrich Losing und Mittelfeldakteur Christian Mikolajczak nun nicht mehr das schwarz-gelbe Trikot tragen, bedeutet eine Schwächung des Mannschaftsgefüges. In Zukunft sind vor allem kämpferische Tugenden gefragt. Fünf harte Wochen liegen nun vor den Aktiven, die ein strammes Programm mit fast täglichen Trainingseinheiten und sechs Testspielen zu bestreiten haben. Zudem nimmt SV Hönnepel-Niedermörmter noch an einem zweitägigen Turnier beim Ligarivalen TV Jahn Hiesfeld teil. "Es wird für alle kein Zuckerschlecken. Wer nicht vernünftig mitzieht, kann bald die Koffer packen", sagt Mewes.

Er machte den Neuzugängen bei seiner Begrüßungsrede deutlich, dass man die Erfolge in den vergangenen beiden Spielzeiten nur der mannschaftlichen Geschlossenheit zu verdanken hatte. Dies müsse auch die Devise für die bevorstehende Saison sein. Dann könne man das gesteckte Ziel erreichen.

Ein harter und steiniger Weg liegt vor der Mannschaft. So sieht es auch der Vorsitzende Mario van Bebber. "Was mit Teamgeist zu schaffen ist, haben wir in den zurückliegenden Jahren gesehen. Wenn wir da weitermachen, werden wir das Klassenziel erreichen." Wenn am 16. August der Startschuss für die neue Saison mit dem Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Essen fällt, will Georg Mewes sicher sein, ein bestens vorbereitetes Team aufs Feld schicken zu können. Viel Schweiß wird bis dahin fließen. Er muss versuchen, die jungen Neuzugänge mit gezieltem Training an das Abenteuer Oberliga heranzuführen. Die zu bestreitenden Testspiele werden zeigen, welche Akteure das Potenzial haben, sich in der fünfthöchsten deutschen Liga zu behaupten.

Quelle: RP
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