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Lokalsport
SV Vrasselt verschenkt zwei Punkte

Vrasselt. Obwohl die Elf von Trainer Sascha Brouwer gegen die DJK Lowick mit 4:2 vorne liegt, reicht es nicht. In der Schlussphase kassieren die Vrasselter noch zwei Gegentreffer und müssen sich mit einem enttäuschenden Remis zufrieden geben. Von Simon Jansen

Im Kampf um den zweiten Platz, der zur Relegation um den Aufstieg in die Landesliga berechtigen würde, hat Fußball-Bezirksligist SV Vrasselt am Gründonnerstag leichtfertig in der Schlussphase zwei Punkte verschenkt. Obwohl die Mannschaft um Trainer Sascha Brouwer im Heimspiel gegen die DJK SF 97/30 Lowick in der 86. Minute mit 4:2 in Führung gegangen war, musste sich das Team letztlich noch mit einem 4:4-Unentschieden zufriedengeben - für die Blau-Weißen zweifelsohne eine gefühlte Niederlage.

Durch die unnötige Punkteteilung vergrößerte sich der Abstand zum zweiten Tabellenplatz, der aktuell von Adler Osterfeld eingenommen wird, auf drei Punkte. Sascha Brouwer war nach dem überflüssigen Remis restlos bedient. "Am meisten regt mich auf, dass wir in der Schlussphase im 16 Meterraum nicht einfach den Ball weghauen. Das ist unfassbar", ärgerte sich der Coach.

Brouwers Frust war verständlich. Als Vrasselts stark aufspielender Kapitän Mathias Pfände in der 86. Minute mit seinem vierten Treffer zur 4:2-Führung traf, schien der Drops gelutscht und der Heimsieg eingefahren. Doch Pustekuchen. Nach einem Foul von Luis Landers bekamen die Gäste in der 89. Minute einen Foulelfmeter, den Kai Vennemann zum 3:4 verwandelte. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Lowick per direkt verwandeltem Freistoß zum 4:4-Endstand, wobei Vrasselts ansonsten gut haltender Keeper Luca Pollmann bei diesem Treffer eine unglückliche Figur abgab. Pollmann hatte darauf spekuliert, dass Lowicks Freistoßschütze Marvin Tünte den Ball über die Mauer zirkeln würde und verließ die Torwartecke. Tünte entschied sich jedoch für die Torwartecke und schoss den Freistoß zum 4:4-Endstand ins Vrasselter Tor.

Die Zuschauer sahen eine intensive Begegnung mit hohem Tempo. Vrasselt hatte in den ersten zehn Minuten Probleme, ins Spiel zu kommen. Nach der Anfangsphase, wo Keeper Pollmann mehrfach auf der Hut war, bestimmte der Gastgeber das Geschehen und ging nach 13 Minuten in Führung. Nach glänzender Vorarbeit des schnellen Marc Warthuysen markierte Mathias Pfände das 1:0. Anschließend versäumte es der SVV jedoch, die Führung frühzeitig auszubauen. Pfände scheiterte nach 18 Minuten und hatte zweimal Pech mit Pfosten und Latte (20., 36.). Speziell auf den Außenbahnen hatten die Vrasselter das höhere Tempo. Zudem wusste Mittelfeldspieler Luis Landers in der Zentrale durch seine Kopfballstärke zu überzeugen. Doch auch die Gäste war immer wieder gefährlich. So verhinderte Pollmann in der 24. Minute mit einer starken Parade den Ausgleichstreffer. Vier Minuten vor der Pause markierten die Gäste mit einem Freistoß den 1:1-Halbzeitstand.

Nach Wiederanpfiff brachte Pfände sein Team mit 2:1 in Führung (48.), wobei die Hälfte des Treffers auf das Konto von Alexander Lohmann ging, der Pfände glänzend in Szene gesetzt hatte. Die Freude währte jedoch nur 120 Sekunden. Nach einem schnell vorgetragenen Konter glichen die Gäste nach 50 Minuten wieder zum 2:2 aus.

Dass Mathias Pfände zu den besten Freistoßschützen der Bezirksliga gehört, untermauerte der Routinier in der 84. Minute, als sein perfekt geschossener Freistoß zum 3:2 im Lowicker Tor einschlug. Bereits zuvor war Pfände zweimal knapp mit Freistößen gescheitert (71., 78.). Zwischenzeitlich war Pollmann zur Stelle, als er einen Schuss von Lowicks Tim Fehlings entschärfte (74.). Zwei Minuten nach dem 3:2 traf Pfände mit seinem vierten Treffer zum 4:2 (86.), ehe das Team in der Schlussphase den schon sicher geglaubten Sieg noch verspielte.

Bereits am Ostermontag geht es weiter für den SVV. Um 15 Uhr empfängt das Team die Vertretung von Fortuna Bottrop zum dritten Heimspiel innerhalb von neun Tagen.

SV Vrasselt: Pollmann - Taskiran, van Niersen (53. Eul), Hoffmann, Janßen, Landers, Geurtsen, Buscher (90. Weyenberg), Warthuysen, Lohmann (73. Derksen), Pfände.

Quelle: RP
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