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Lokalsport
Team von Sven Esser ist doppelt gefordert

Lokalsport: Team von Sven Esser ist doppelt gefordert
FOTO: Bosmann, Jürgen (bosm)
Wesel. Handball-Verbandsligist HSG Wesel spielt im Pokal heute Abend in Isselburg und in der Meisterschaft am Sonntag in Moers. Die Mannschaft kann beide Begegnungen in Bestbesetzung bestreiten. Von Andreas Nohlen

Gleich zwei Aufgaben hat die HSG Wesel, die mit 19:17-Punkten in der Handball-Verbandsliga auf dem sechsten Tabellenplatz liegt, an diesem Wochenende zu bewältigen. Heute steht in der Sporthalle in Isselburg um 20.30 Uhr die Partie der dritten Pokalrunde auf Kreisebene beim Landesliga-Neuling HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg auf dem Programm. In der Meisterschaft folgt am Sonntag, 11.15 Uhr, die Begegnung bei den abstiegsgefährdeten Moerser Adlern HSG, die mit 11:25-Zählern auf dem drittletzten Rang liegen.

"Wir würden sehr gerne wieder beim Final-Four-Turnier mitspielen. Das ist eine gute Idee des Handball-Kreises und war schon im vergangenen Jahr in Friedrichsfeld eine tolle Sache", sagt der Weseler Trainer Sven Esser über die Möglichkeit, heute im Pokal die Runde der letzten vier Teams zu erreichen. Das Final-Four-Turnier bei den Herren und Frauen wird am 21./22. Mai in Hiesfeld ausgetragen.

Die Favoritenrolle im heutigen Duell beim Landesligisten nimmt Sven Esser an. Natürlich warnt er auch vor dem Gastgeber. "Die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg ist keine Laufkundschaft. Wir müssen den Gegner sehr ernst nehmen." Dass es in der Vorbereitung zwei deutliche Erfolge gegeben hat, dies ist für den Weseler Coach kein Maßstab.

Die HSG Wesel - hier Fabian Gorris - will in der Verbandsliga nach zwei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurück. FOTO: Weißenfels

Die Teilnahme am Final-Four-Turnier wäre für die HSG Wesel eine runde Sache, für den Verein sportlich wichtiger ist jedoch das Meisterschaftsspiel am Sonntag. "Im Idealfall tanken wir im Pokal gerade im Abschluss wieder ein wenig mehr Selbstvertrauen und lösen die Blockade vor dem Tor", sagt Esser. Zu viele hochkarätige Chancen habe sein Team zuletzt bei den Niederlagen in Geistenbeck und gegen den Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken vergeben.

Auch wenn die Weseler auf Rang sechs abgerutscht sind, haben sie den Oberliga-Aufstieg noch lange nicht abgehakt. Angesichts der schweren Aufgaben der direkten Konkurrenten aus Kaldenkirchen und Lank, die gegen die Top-Teams aus Dinslaken und Neukirchen antreten müssen, winkt der HSG bei einem Erfolg in Moers auch wieder ein Vorrücken in der Tabelle.

Doch die Moerser Adler zählen nicht zu den Lieblingsgegnern der HSG Wesel. "Das hat man in der vergangenen Saison oder auch im Hinspiel gesehen", sagt Esser. Seine Schützlinge mussten in der Hinrunde eine unnötige 29:31-Niederlage hinnehmen. Kurze Zeit später begann für die Moerser Adler dann eine Negativserie von 1:19-Punkten, die sie erst am vergangenen Sonntag unter neuer Regie mit dem 30:28-Erfolg bei der DJK Adler Königshof stoppen konnten. Rolf Pitzen, der in der vergangenen Saison noch Trainer des Bezirksligisten BW Dingden war, saß in Königshof erstmals auf der Moerser Bank und wird den Job wohl auch bis zum Ende der Spielzeit machen.

Für Sven Esser ist es dabei immer wieder überraschend, dass ein neuer Coach oft für einen Aufschwung sorgt. "Der Trainerwechsel in Moers scheint auch etwas gebracht zu haben. Ich hatte Moers schon vorher für eine gute Mannschaft gehalten, die sich etwas unter Wert verkauft hat. Uns bereitet das Team jedenfalls regelmäßig Probleme."

Das liegt auch am hervorragenden Adler-Keeper Tobias Kokott, der gegen die HSG Wesel schon öfter starke Leistungen gezeigt hat. Gerade mit der zuletzt gezeigten Chancenverwertung aus dem Rückraum oder unbedrängt vom Kreis aus dürfte es für die Weseler schwer werden, in Moers etwas zu holen. An Motivation wird es dem Gastgeber auch nicht fehlen, weil es eben für die Adler noch um den Klassenerhalt geht.

Quelle: RP
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