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Ungewohnte Situation für den SV Hönnepel

Lokalsport: Ungewohnte Situation für den SV Hönnepel
Der SV Hönnepel-Niedermörmter - hier Daniel Boldt - wird momentan nicht gerade vom Glück verfolgt. FOTO: Venn
Niederrhein. Fußball-Oberligist steht aktuell am Tabellenende. Im Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt soll endlich der erste Saisonsieg her. Von Hans-Gerd Schouten

Der vorläufige Tiefpunkt ist erreicht. Mit der 1:2-Niederlage beim ETB Schwarz-Weiß Essen hat der SV Hönnepel-Niedermörmter in der Fußball-Oberliga die Rote Laterne übernommen. Trainer Georg Mewes hatte bereits vor dem Start in die neue Spielzeit warnend den Zeigefinger gehoben und darauf hingewiesen, dass seine neuformierte Mannschaft einen schweren Stand haben werde. Und bislang hat sich seine Prophezeiung als richtig erwiesen. Nun sind die bislang durchweg erfolgsverwöhnten Schwarz-Gelben gefordert und müssen eine Aufholjagd starten. Begonnen werden soll damit am Sonntag, wenn auf der heimischen Anlage an der Düffelsmühle der 1. FC Bocholt seine Visitenkarte abgibt.

Am Mittwochabend bei der Niederlage am Essener Uhlenkrug verstand Mewes die Welt nicht mehr. Durch einen Treffer von Andre Trienenjost führte sein Team völlig verdient mit 1:0. Der erste dreifache Punktgewinn schien nach der Leistung des Gegners vor der Pause eine sichere Angelegenheit zu sein. Als zu Beginn der zweiten Halbzeit SV-Keeper Tim Weichelt auch noch einen Strafstoß parierte, schien der erste Saisonsieg in greifbare Nähe gerückt zu sein. Am Ende aber waren alle Mühen umsonst gewesen. Zunächst hatte Cedric Vennemann mit einem traumhaften Freistoß den Ausgleich geschafft und zwei Minuten vor dem Ende Nassirou Ouro-Akpo den 2:1-Siegtreffer für die Hausherren erzielt. Riesenjubel bei den Einheimischen, große Niedergeschlagenheit bei den Gästen. "Ich konnte in der Kabine nichts mehr sagen, als ich in die Gesichter der Jungs geschaut habe. Es war einfach nur traurig. Wir waren doch so nah dran am ersten Erfolg", sagte Georg Mewes.

Der Trainer hat die jüngste Vergangenheit aber nun zu den Akten gelegt und blickt in die Zukunft. Und die heißt am Sonntag 1. FC Bocholt. Mit dem von Manual Jara (früher VfL Rhede) gecoachten Team kommt eine Mannschaft, die sich vor der Saison viel mehr ausgerechnet hatte, als die bislang erreichten fünf Punkte. Der FC wird also gezwungen sein, sich in die Offensive zu begeben, um den Rückstand in der Tabelle kleiner werden zu lassen.

Dies könnte natürlich dem SV Hönnepel in die Karten spielen, dem dadurch mehr Freiräume winken. Die müssen aber dann auch genutzt werden. Wichtig wird aber auch sein, in der Defensive gut zu stehen. Außerdem fordert Mewes Konzentriertheit bis zur allerletzten Sekunde ein. "Zweimal haben wir kurz vor Schluss verloren, das darf doch alles nicht mehr wahr sein."

Wahr ist seit Mittwoch, dass der SV Hönnepel seit langem wieder einmal das Tabellenende ziert. Nun muss man abwarten, wie die Mannschaft mit dieser ungewöhnlichen Situation fertig wird. Der Trainer nimmt den Druck vom Team. "Wir stehen zwar im Tabellenkeller, aber noch liegen 29 Spiele vor uns. Da haben wir noch genügend Gelegenheiten, uns ins sichere Tabellenmittelfeld abzusetzen. Bislang ist fast alles gegen uns gelaufen, aber das Glück wird auch zu uns zurückkehren", sagt Mewes. Verzichten muss er morgen auf Benjamin Schüssler, der sich in Essen erneut verletzte. Auch Tim Seidel muss pausieren.

Quelle: RP
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