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Lokalsport
Vorstand des FC Kleve steht noch hinter dem Trainer

Niederrhein. 90 Minuten lang verfolgte Heinz-Josef Peters am Sonntag das Spiel des Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve beim PSV Wesel neben der Ersatzbank. Wegen einer Knieverletzung kann der Abwehrstratege seinen Mitspielern auf dem Platz momentan nicht helfen. Wie schwer ihm das in der derzeit schwierigen Situation seines Teams fallen muss, zeigte eine Szene nach dem Schlusspfiff. Als Neuzugang Robin Deckers dabei war, einen Kommentar zur 0:2-Niederlage abzugeben, platzte Heinz-Josef Peters ins Gespräch, verbot seinem Teamkollegen weitere Antworten und schickte ihn in die Kabine. Co-Trainer Dieter Oldenburg, der die Situation verfolgt hatte, entschuldigte sich dafür. Die Anfrage auf ein Statement eines anderen Spielers lehnte Trainer Thomas von Kuczkowski ab.

Dafür sprach Lukas Verlage. Der stellvertretende Vorsitzende des FC Kleve war nach Spielschluss enttäuscht. "Wir sind richtigerweise mit einem Understatement nach Wesel gefahren. Es war klar, dass wir nicht hoch gewinnen würden. Aber wir haben nun 180 Minuten lang keinen Treffer erzielt und heute nicht mal eine Torchance gehabt", sagte Verlage. Er schien ratlos zu sein.

Die Forderungen der Klever Anhänger, Thomas von Kuczkowski zu entlassen, dürfte auch der stellvertretende Vorsitzende auf der Tribüne mitbekommen haben. "Während der laufenden Halbserie denken wir nicht über eine Entlassung nach und machen es wie immer. Wir überlegen in der Winterpause, wie es weitergeht", sagte Verlage, der von Kuczkowski damit nur eine vorübergehende Job-Garantie erteilte.

Der Klever Trainer gab sich 24 Stunden nach dem Spiel kämpferisch. "Ich arbeite akribischer als je zuvor", sagte von Kuczkowski. Von den Forderungen der Klever Anhänger ist er deshalb ein wenig enttäuscht. "Das sind meistens die Leute, die mir in guten Zeiten auf die Schulter klopfen. In schlechten Zeiten stehen sie nicht mehr hinter mir", sagte er.

Mit der Mannschaft soll der Coach in der vergangenen Woche kaum gesprochen haben, hieß es. Diese Vorwürfe wies Thomas von Kuczkowski zurück. "Ich weiß nicht, welcher Trainer ein Training leiten kann, ohne mit seinen Spielern zu sprechen", sagte er, räumte aber ein: "Vielleicht habe ich etwas weniger als sonst mit meinen Spielern kommuniziert. Das ist auch mal in Ordnung."

(pets)
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