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Leichtathletik
Zwei Rekorde und viele Marathonbrote

Leichtathletik: Zwei Rekorde und viele Marathonbrote
Pünktlich um 9.30 Uhr begaben sich die Langstreckler auf die 12000 Meter lange Strecke, nachdem der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers den Startschuss abgefeuert hatte. Mit der Startnummer 556 ist auch der spätere Sieger Jörn Hansen zu sehen. FOTO: Markus van Offern
Haldern. Jörn Hansen (LG Alpen) und Jeroen Reintjes (Gendringen) stellten am Sonntag beim Volkslauf "Rund ums Reeser Meer" neue Bestzeiten über 12.000 und 5000 Meter auf. Der Lauftreff Haldern verpasste Rekord Nummer drei um Haaresbreite. Von Volker Himmelberg

Jörn Hansen geriet bei der Siegerehrung ins Schwärmen. "Das ist eine hammergeile Strecke. Endlich einmal wieder ein richtiger Naturlauf", meinte der erfahrene Langstreckler. Der Sportler aus den Reihen der LG Alpen nahm gestern erstmals am Volkslauf "Rund ums Reeser Meer" teil und stellte prompt eine neue Bestzeit auf. Hansen erreichte das Ziel im Lindenstadion nach 39,25 Minuten – so schnell hatte noch nie zuvor ein Läufer die 12.000 Meter lange Strecke absolviert.

"Solche Komplimente hören wir natürlich gerne. Viele Läufer bewegen sich gerne in der freien Natur und genießen die Landschaft. Das bekommen sie bei uns im Gegensatz zu den City-Läufen geboten", sagte Jürgen Recha. Der langjährige Lauftreff-Koordinator des SV Haldern lebt zwar inzwischen in Hannover und dreht dort seine Runden um den Maschsee. Doch die Organisation des Volkslaufs, den er vor elf Jahren mit einigen Mistreitern ins Leben gerufen hatte, lässt sich Recha nicht nehmen.

Trotz des recht starken Windes, der vielen Läufern zu schaffen machte, gab's auch im 5000-Meter-Wettbewerb einen neuen Rekord. Der Niederländer Jeroen Reintjes vom Running Team Achterhoek aus Gendringen verbesserte seine Bestzeit aus dem Vorjahr noch einmal. Er bewältigte die Strecke in sehr schnellen 15,32 Minuten. Erst knappe zwei Minuten später traf Heinz van Dongen vom TSV Weeze als zweiter Läufer im Ziel ein. Reintjes feierte in diesem Jahr damit bereits seinen zweiten Erfolg in der Region – erst Anfang April hatte er den Grenzlauf des TV Elten für sich entschieden.

Ein dritter Rekord blieb dem Lauftreff Haldern gestern allerdings um Haaresbreite verwehrt. Insgesamt nahmen 615 Sportler und Sportlerinnen an den fünf Wettbewerben teil – damit bleibt es vorerst bei der Höchstzahl von 619 aus dem Jahr 2009. "Das war ganz knapp. Der Wind und die Regenschauer haben bestimmt einige Eltern davon abgehalten, ihre Kinder an den Bambini- und Schülerläufen teilnehmen zu lassen. Bei etwas besserem Wetter hätten wir die Marke heute garantiert geknackt", meinte Recha. Der Freude der Organisatoren über eine rundum gelungene Veranstaltung tat dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegensatz zum Vorjahr, als in der Nacht vor dem Wettkampf die Duschstraße beschädigt worden war, lief diesmal alles glatt. "Wie immer habe ich bei Sonnenaufgang die Strecke abgefahren. Und da war alles in einem einwandfreien Zustand", sagte Recha.

Daran sollte sich auch im Verlauf der Großveranstaltung nichts ändern. Exakt 131 Helfer und Helferinnen sorgten gestern dafür, dass auch die elfte Auflage der "Hölle von Haldern" den Langstrecklern in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Im 12000-Meter-Lauf landeten hinter dem überlegenen Sieger von der LG Alpen Florian Nehring und Jan Derksen (beide Team Niederrheinische Kies- und Sandbaggerei) auf den Plätzen zwei und drei. Die schnellste Frau kommt in diesem Jahr aus Emmerich. Michaela Born, die schon seit langem für den TSV Weeze startet und in ihrer Freizeit viele Menschen auf das Deutsche Sportabzeichen vorbereitet, bewältigte die Distanz in 52,15 Minuten. Auch Dennis Gollasch, Pressewart des SV Rees, stellte seine Ausdauer-Qualitäten unter Beweis: Er landete in 53,50 Minuten auf Rang 56. Dicht dahinter folgten Christoph Kukulies und Dieter Ambrosius vom TV Elten sowie die beiden Vrasselter Jörg Bujar und Dirk Terbüchte.

Eine besondere Marke stellte gestern auch der Halderner Bäcker Michael Jansen auf, der von Anfang an zu den Sponsoren des beliebten Läufer-Spektakels gehört. Sämtliche Sieger in allen Altersklassen wurden mit einem "Marathon-Brot" zur Stärkung belohnt. Jürgen Recha: "Er hat mir erzählt, dass er im Laufe der Jahre 775 Brote für die Sportler gebacken hat."

Quelle: RP
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