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Emmerich
Spreen wirbt für Berufsausbildung in Teilzeit

Emmerich. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft auch die duale Berufsausbildung. Denn besonders für junge Eltern und pflegende Angehörige ist es schwierig, Familie und Berufsausbildung in Einklang zu bringen. Deshalb ist in allen Ausbildungsberufen des dualen Systems eine Teilzeitberufsausbildung möglich. Beim Netzwerktreffen "Teilzeitberufsausbildung" kamen nun Vertreter von Verbänden, Unternehmen und Institutionen in Kleve zusammen. Landrat Wolfgang Spreen warb darum, dieses Modell auch künftig als Chance für Ausbildungswillige und Ausbildungsbetriebe ins Gespräch zu bringen, um weitere Teilzeitausbildungsplätze zu generieren.

Die Teilzeit als Beschäftigungsform ist in Deutschland fest etabliert. Rund jeder vierte Arbeitsplatz ist eine Teilzeitstelle. Im Bereich der Berufsausbildung ist dieses Arbeitsmodell jedoch bislang noch relativ wenig verbreitet. Dabei ist die Teilzeitberufsausbildung (TZBA) seit dem Jahr 2005 gesetzlich verankert. Sie ermöglicht allen, die aus familiären oder gesundheitlichen Gründen zeitlich beeinträchtigt sind, den Weg in eine Berufsausbildung. Bei den zwei Varianten der TZBA wird die wöchentliche Arbeitszeit reduziert. Die Ausbildungsvergütung bemisst sich prozentual an der Arbeitszeit.

Bei der Teilzeitausbildung ohne Verlängerung der Ausbildungszeit beträgt die Arbeitszeit einschließlich des Berufsschulunterrichts mindestens 25 Wochenstunden bzw. 75 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit (Variante 1). Bei der Variante 2 verlängert sich die Ausbildungszeit um maximal ein Jahr. Die Arbeitszeit beträgt einschließlich Berufsschule mindestens 20 Wochenstunden.

Der Berufsschulunterricht findet bei beiden Varianten in Vollzeit statt. Ausbildungsvertrag und Ausbildungsplan müssen entsprechend angepasst werden.

Quelle: RP
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