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Emmerich
St. Martin von vielen Kindern bejubelt

Emmerich. Der Martinszug in der Innenstadt am Donnerstagabend war der erste in der Reihe der Züge, die jetzt folgen werden. Von Monika Hartjes

Es war ein tolles Bild, als am Donnerstagabend rund 280 Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen durch die Innenstadt zogen. Der Martinszug in der Stadt war der erste in der Reihe der Züge, viele werden in den nächsten Tagen folgen. Organisatorin Lilian Baars freute sich: "Das Wetter ist genau richtig, trocken und nicht zu kalt."

Da brannte auch das Lagerfeuer gut, das auf dem Rathausvorplatz entzündet wurde. Darum kümmerte sich Manuel Bolwitz. "Der macht das immer mit ganz viel Herzblut", lobte Feuerwehrchef Martin Bettray. Die große Eisenplatte unter dem Feuer und der Sand wurden von der Firma Geerling-Berndsen gesponsert, die Firma T&A Paletten lieferte das Holz für das Feuer. Der Bauhof half beim Aufbau, unter anderem wurden um das Feuer Absperrgitter aufgestellt.

Als alle Kinder versammelt waren - sie kamen von der Rheinschule, dem Aldegundis-, Gasthaus- und Sterntalerkindergarten -, zündete Bolwitz das Feuer an, es brannte lichterloh. "Bisher hat es nur ein Mal nicht geklappt", erzählte er. "Da hatte es den ganzen Tag geregnet und wir bekamen nasses Holz und das brannte nicht." Er wusste aber eine Lösung: "Wir stellten einige rote Laternen in den Holzstapel."

Johannes Piotrowski, seit vielen Jahren der Heilige Martin, saß auf seinem Pferd und begrüßte die Kinder und Erwachsenen. Er freute sich über die bunten Laternen. "Ich habe sogar ein Huhn, ein Pferd und einen Supermann dabei entdeckt", sagte er. Die Klasse 1a der Rheinschule hatte Laternen aus Transparentpapier, beklebt mit Häusern und bunten Mosaiken, gebastelt. "Das haben die Kinder alleine gemacht, wir Lehrerinnen mussten nur beim Zusammenkleben helfen", erzählte Bernardette Aldenhoff. Die Schüler der Klasse 4 stellten ihre Laternen aus kleinen Papier-Einkaufstüten her und übten mit Klassenlehrerin Ricarda Büdding fleißig die Martinslieder. Es gab auch Mond-, Tier-, Blumen- und Sternlaternen.

Johannes Piotrowski erzählte die Geschichte vom Heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem Bettler teilte. Dann spielte er die Geschichte vor, während die Kinder das Martinslied sangen. Als er im Kreis ritt, winkte er und klatschte mit etlichen Kindern, die ihre Hände ausstreckten, ab. Bettler Horst Welling nahm das Mantelteil in Empfang. "Ich spiele den Bettler seit über zehn Jahren", so Welling. "Es macht Spaß und ich mache es gerne für die Kinder." Durch ein Spalier brennender Fackeln, gehalten von Feuerwehrmännern und der Jugendfeuerwehr, zog St. Martin los, die Kinder folgten. Die Malteser, das Rote Kreuz, THW und die Polizei begleiteten den Martinszug, das Emmericher Blasorchester und der Musikverein Hüthum sorgten für die musikalische Begleitung.

Pastor Bernd de Baey war ebenfalls da. "Das Martinsfest ist immer etwas Besonderes, die Geschichte um die Mantelteilung immer wieder sehr anrührend. Und wann darf man schon ein Feuer auf dem Rathausvorplatz machen? Das zeigt die besondere Bedeutung dieses Geschehens." Nach dem Zug wurden Weckmänner an die Kinder verteilt.

Quelle: RP
 
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