| 09.51 Uhr

Emmerich
Musiknacht mit Salsa und Glühwein

Die Musiknacht zum Stadtfest
Die Musiknacht zum Stadtfest FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Gute Stimmung vor der Bühne auf dem Neumarkt. Zusätzlich gab es einen verkaufsoffenen Sonntag beim Stadtfest. Von Monika Hartjes

Nachdem das Brückenfest am Freitag ziemlich nass über die Bühne ging, zeigte sich das Wetter bei der 14. Musiknacht auf dem Neumarkt am Samstag von einer ganz anderen Seite: trocken, mit sternenklarem Himmel und kalt. Aber gegen die Kälte konnte man etwas tun. Die temperamentvollen Rhythmen von "Salsa Picante" und die Songs vom "Rock Orchester Ruhrgebeat" steckten an.

Als die zehnköpfige Band "Salsa Picante" am Abend begann, ihre mitreißenden lateinamerikanischen Salsa- und Rumba-Rhythmen zu spielen, war der Neumarkt erst halb gefüllt. Die Anzahl der Zuhörer wuchs aber zusehends. "Wir sind extra wegen der Salsa-Musik gekommen", erzählte der Niederländer Ludson Margaritha, der seit acht Jahren in Elten wohnt. Gemeinsam mit Stephanie Vluet legte er einige gekonnte Tänze aufs Straßenparkett.

Nach "Salsa Picante" (die Band besteht seit 34 Jahren) trat das "Rock Orchester Ruhrgebeat" auf - die größte Rockband der Welt. Zunächst musste der Schlachtruf des Orchesters geübt werden. "Die Frauen rufen 'Ruhrgebeat', die Männer 'Boh ey'", dirigierte der Sänger. Die "Mädels" überzeugten, die Herren mussten noch ein bisschen üben. "Wir präsentieren euch eine Reise durch fünf Jahrzehnte Musikgeschichte", so der Moderator, der zum Aufwärmen Bewegung "verordnete".

Beim "Everybody needs somebody" taten das die Zuhörer auf dem mittlerweile gut besetzten Neumarkt dann auch, einige eher etwas zögerlich mit Händen, Köpfen und Füßen, während andere einen flotten Tanz hinlegten. Und immer wieder animierte das Rockorchester zum Mitsingen, was bei Joe Cockers "I take my heart", bei Amy Winehouse' "Valerie" und beim Udo-Jürgens-Medley auch wunderbar funktionierte.

Eine andere Methode zum Aufwärmen bot Gastwirt Horst Welling an: Glühwein. "Rund 20 Liter gingen weg", sagte er. Gute Laune bis Mitternacht war bei Songs von Toto, Queen, AC/DC, Bon Jovi und Tina Turner vorprogrammiert.

Der Sonntag zeigte sich zwischendurch sogar ein bisschen sonnig und so zog es um Mittag etliche Besucher in die Innenstadt. Auch wenn es nicht ganz trocken war, so machte das den Spaziergängern nicht viel aus, denn bei einem Regenguss konnten sie in die Geschäfte "flüchten", die ab 12 Uhr geöffnet waren. Der große Kindertrödelmarkt der Pfadfinder und ein Kram- und Handwerkermarkt luden zum Schauen und Kaufen ein.

Neben Schmuck, Tüchern, Taschen, Gestecken, Holzdeko und Glaswaren zeigten einige Aussteller niederländisches Handwerk. So gab es einen Senfmacher, Besenbinder, Korbflechter und Frauen in niederländischer Tracht demonstrierten Klöppelarbeiten und Kerzenziehen. Harrie ten Brinke aus Haaksbergen zeigte, wie Mittwinter-Hörner entstehen. "Man nimmt einen Erlen- oder Birkenast, halbiert ihn, höhlt die Seiten aus und setzt sie wieder zusammen", erklärte er.

Vereine präsentierten sich ebenfalls, unter anderem die "Budo-Gemeinschaft Senshu Emmerich" mit Kampfsportdemonstrationen, der Förderkreis Kriegskinder und der Deutsche Amateur-Radio-Club, der seit elf Jahren auf dem Stadtfest dabei ist.

Schminkclown Manuela Ernst verzierte am RP-Stand Kindergesichter mit Farbe und Glitter. "Bei den Mädchen ist der pinke Tiger, bei den Jungs Spiderman gefragt", sagte sie.

Auch das Musikangebot auf der Neumarkt-Bühne konnte sich sehen und hören lassen: Die achtköpfige Formation "Tribal Voice" begeisterte mit Rock- und Pop-Cover, und "BuK" - die Beamten und der Koch, eine fünfköpfige Band mit Musikern aus Emmerich und Kleve - präsentierte Rockmusik und Balladen aus der eigenen Feder.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadtfest Emmerich - Musiknacht mit Salsa und Glühwein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.