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Tierisch Gut
Sechs niedliche Schwarzhälse

Emmerich. Regelmäßig bleiben Familien mit Kindern, aber auch andere Naturfreunde vor dem Zaun an der L 7 stehen, um einen Blick auf die Tiere zu werfen. "Das ist eigentlich schon Werbung genug", sagt Werner Keim. Der 60-Jährige züchtet seit Jahren Trauerschwäne. In diesem Jahr kann der Reeser bei einem seiner beiden Zuchtpärchen einen besonderen Bruterfolg verbuchen. Aus den sechs Eiern sind erstmals auch sechs Küken geschlüpft oder, wie der Fachmann sagt, "ausgefallen".

Ein Hobby, das vor 25 Jahren seinen Anfang nahm. Damals kaufte Keim zusammen mit einem Kollegen ein Zuchtpaar im niederländischen Aalten. Das fand auf einem gepachteten Fischteich der beiden in Groin eine neue Heimat. Doch mit der Nachzucht wollte es so recht nicht klappen. "Immer wieder mal holte sich ein Fuchs ein Tier als Beute", erzählt Keim. Immer wieder musste daher ein Ersatztier gekauft und an den vorhandenen Schwan gewöhnt werden. "Normalerweise bleiben die Tiere nämlich ein Leben lang zusammen", weiß Keim. Die beiden zogen die Konsequenzen und ließen den Pachtvertrag auslaufen. Seither züchtet Keim die schwarzen Schwäne auf seinem Grundstück an der Ecke L 7 / Empeler Straße. Mit Erfolg. Schon im ersten Jahr schlüpften aus den sechs Eiern zwei Küken. Seither gibt es Jahr für Jahr Nachwuchs. In diesem Jahr kamen im Mai zwei Junge zur Welt, das andere Schwanenpaar hatte im Januar zwar keinen Bruterfolg, dafür aber im Sommer gleich sechs auf einen Streich. "Wunderschön", findet Werner Keim die stattlichen Vögel und freut sich immer wieder an deren Anblick. Auch wenn er sich ab und zu vor den Flügeln des Hahns in Sicherheit bringen muss. Wenn die Jungen klein sind, er sie beschützen will, dann sind die Tiere nicht zimperlich. "Das kann ganz schön wehtun", hat Keim am eigenen Leibe verspürt.

Hühner- und ein bisschen Kraftfutter bekommen die Tiere täglich, dazu können sie sich am Gras der Weide sattfressen.

Schön anzusehen ist die Balz, wobei sich die Partner mit einem rhythmischen Auf- und Abbewegen des Kopfes anflirten. Bevor es soweit ist, beißt der Hahn die inzwischen fast erwachsenen Jungschwäne weg, damit der Weg frei ist für eine neue Generation. Derzeit ist der Teich der Schwäne noch recht klein. Keim guckt regelmäßig ins Internet, will ein größeres Becken anschaffen.

Quelle: RP
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