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Glückwunsch
Sie machten vor 40 Jahren ihr Abitur in Emmerich

Emmerich. Vor 40 Jahren machten sie ihr Abitur, am Samstag trafen sich 16 der ehemals 23 Schüler, die 1975 gemeinsam die Reifeprüfung am Staatlichen Gymnasium in Emmerich ablegten, zum gemütlichen Beisammensein bei "Franz". Zwischendurch hatten sich die ehemaligen Abiturienten bereits einige Male getroffen. "Wir haben eingeladen zum 20-, 25-, 30-Jährigen und jetzt zum 40-Jährigen", erzählte Werner Stockhoff, der den Tag gemeinsam mit Andre de Schrevel und Klaus Hakvoort organisierte. Die weitesten Anreisen hatten Dr. Michael Oostendorp aus der Schweiz, Dr. Klaus Meindorfer aus Puchheim bei München und Meinolf Reis, Sohn des früheren Schuldirektors Rudolf Reis, der in Ingolstadt eine Apotheke betreibt.

Nach einem Snack bei Franz waren zunächst eine Stadtführung mit Monika Wirtz als Poortekerl und danach eine Schifffahrt ab Rees mit dem Fahrgastschiff "Stadt Rees" geplant, wo ein dreigängiges Menü serviert wurde. Und natürlich gab es eine Menge zu erzählen und in alten Erinnerungen zu schwelgen.

So konnten sich die ehemaligen Abiturienten gut an den Spruch eines Lehrers erinnern, wenn mal jemand nicht die richtige Antwort wusste: "Mit dem, was Sie nicht wissen, können noch drei Andere sitzen bleiben." Alle mussten Latein lernen, die "Altsprachler" dazu auch noch Englisch und Griechisch - für so manchen eine echte Herausforderung. Es gab auch ganz besondere Ereignisse. "Damals wurden Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet. Wir waren dann die erste Klasse, in der auch Mädels unterrichtet wurden. Drei kamen in der Mittelstufe. Das war schon eine kleine Sensation und hat unsere pubertäre Entwicklung nachhaltig beeinflusst", schmunzelte Klaus Hakvoort. "Vorher konnte man die Mädchen nur beim sogenannten "Wildwechsel" treffen", erzählte Werner Stockhoff. Der fand in der Pause an der Kaßstraße statt: Die Mädchen kamen vom Gymnasium "Hinter dem Schinken", die Jungs vom Staatlichen Gymnasium, dort, wo heute die Europaschule untergebracht ist. Früher habe man sich oft bei Wemmers am Rhein zum Billardspielen getroffen. Einer wurde dazu abgeordnet, in die Kirche zu gehen, um der Predigt zuzuhören. Der musste den Inhalt dann den anderen weitergeben. Denn damals wurde der Kirchenbesuch zuhause oft von den Eltern kontrolliert, indem sie ihren Kindern Fragen zur Predigt stellten. Andre de Schrevel konnte sich noch an seine Spickzettel erinnern. "Die waren klein wie eine Streichholzschachtel, ich konnte sie gerade eben noch lesen."

moha

Quelle: RP
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