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Naturschutzzentrum
Typisch Niederrhein

Emmerich. Am Samstag fand im Umweltbildungszentrum Wahrsmannshof ein Flechtkursus mit Weidenruten statt. Dabei wurden dekorative und nützliche Gegenstände für den Garten geflochten. Unter Anleitung der Korbflechterin Margret Schiffer aus Sonsbeck konnten die Teilnehmer ihr eigenes kreatives Werk erstellen.

Der Kursus wurde vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve mit Margret Schiffer veranstaltet und war sofort ausgebucht. Er fand im Rahmen des vom Landschaftsverband Rheinland geförderten Projektes "Typisch Niederrhein - Kopfbäume - Baumgestalten" statt. Das Naturschutzzentrum beschäftigt sich in diesem Projekt intensiv mit dem Wahrzeichen des Niederrheins - dem Kopfbaum. Durch regelmäßigen Schnitt des "Kopfes" erhalten die Bäume ihre charakteristische Form. Neben ökologischen und kulturgeschichtlichen Aspekten sind auch die heutigen Verwendungsmöglichkeiten für das beim Schnitt anfallende Material ein Thema des Projektes. Denn wenn das Schnittgut sinnvoll und womöglich sogar wirtschaftlich genutzt werden kann, wird die Pflege der Kopfbäume wieder attraktiver. Diese Pflege, der regelmäßige Schnitt (etwa alle fünf Jahre), ist unerlässlich, um den ökologischen Wert und den Kopfbaum selbst als Landschaftselement zu erhalten. Wenn Kopfbäume nicht gepflegt werden, brechen sie irgendwann unter dem Gewicht der Äste auseinander und verlieren somit ihre wichtigen Funktionen.

Der Flechtkursus gab einen kleinen Einblick, wie man das Schnittgut sinnvoll nutzen kann. Zum Flechten eignen sich vor allem Weiden, die mit ihrem biegsamen Holz für verschiedenste Produkte verwendet werden können.

www.nz-kleve.de

Quelle: RP
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