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Emmerich
Start für Kasernen-Pläne im Frühjahr

Emmerich: Start für Kasernen-Pläne im Frühjahr
Pläne für das ehemalige Bundeswehr-Areal gibt es schon lange, im nächsten Jahr soll mit dem Bau auch endlich begonnen werden. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Die Mona Projektentwicklungsgesellschaft geht davon aus, im ersten Quartal des nächsten Jahres mit dem Bau des Gesundheitswohnparks auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände beginnen zu können. Von Markus Balser

Neben dem Neumarkt gibt es in Emmerich noch ein weiteres Großprojekt, das auf seine Umsetzung wartet: die Pläne für das Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne. Wie berichtet, will dort die Mona Projektentwicklungsgesellschaft unter anderem einen Gesundheitswohnpark, einen Bereich für Wohnen mit Pferd, einen weiteren für Gewerbe, Handel, Dienstleistung sowie einen für "normales Wohnen" entstehen lassen. Investitionen von insgesamt mehr als 80 Millionen Euro stehen zur Debatte, gut 200 Arbeitsplätze könnten dort entstehen.

Seinen ursprünglich genannten Zeitplan, bereits im Sommer dieses Jahres mit dem Bau des eigentlichen Herzstückes der Anlage, nämlich mit dem Gesundheitswohnpark, beginnen zu können, hat Mona-Geschäftsführer Hans Beekman revidiert. "Ich gehen davon aus, dass wir im ersten Quartal 2016 starten werden", sagte er jetzt der Rheinischen Post. Läuft alles nach Plan, könnte es in diesem Jahr noch ein Satzungsbeschluss seitens der Stadt geben, dem dann ein Bauantrag folgen würde.

Änderungen an den Plänen gibt es nicht, auch wenn der künftige Betreiber des Gesundheitswohnparks in neuen Händen ist. Denn seit Januar gehört "Evergreen Pflege und Wohnen" zur französischen Korian-Medica-Gruppe, die die Nummer 1 in Europa im Bereich "Pflege" ist.

Vorgesehen sind folgende Angebote: stationäre Pflege mit integrierter Kurzzeit-Pflege, Junge Pflege, Tagespflege, ein speziell auf Demente ausgerichtetes Wohngebiet, Betreutes Wohnen, Service Wohnen, Dienstleistungs- und Medizinisches Zentrum, Psychosomatische Klinik, Junges Wohnen und Studenten-Wohnungen, Restaurant und Café und eine Kindertagesstätte. "In diesem Komplex rechnen wir mit 150 bis 160 neuen Arbeitsplätzen", so Beekman.

Im ersten Bauabschnitt entstehen zur Pflege von an Demenz Erkrankten vier Wohngruppen für je sieben bis zwölf Betreute insgesamt 38 Pflegeplätze. Für die Pflege stehen 60 Einzelzimmer für die "Junge Pflege" und 20 Einzelzimmer für die Tagespflege zur Verfügung. 48 Wohneinheiten, zwischen 45 und 90 Quadratmeter groß, werden für das "Betreute Wohnen" gebaut. Die Kita ist für vier Altersgruppen geplant. Die Psychosomatische Klinik umfasst 60 Einzelzimmer, sie wird gemeinsam mit dem Medizinischen Zentrum und 300 Parkplätzen im zweiten Bauabschnitt gebaut.

Die Wohnhäuser werden im dritten Bauabschnitt errichtet. Fürs Service-Wohnen sind 76 Wohneinheiten zwischen 65 und 140 Quadratmetern in sechs Stadthäusern vorgesehen, fürs "Junge Wohnen" 38 Einheiten zwischen 45 und 55 Quadratmeter und als Studentenwohnungen 50 Einheiten zu je 35 Quadratmetern.

Insgesamt sei das Interesse an dem Projekt sehr groß. Auch für den Bereich "Gewerbe". Auch hier liefen bereits diverse Gespräche. Anfragen von Ärzten lägen ebenso vor, wie Mietverträge für die Kindertagesstätte sowie betreutes Wohnen und Pflege.

Dass die aktuelle Flüchtlingssituation den Plänen noch einmal einen Strich durch die Rechnung machen könnte, befürchtet Beekman übrigens nicht. Zwar hat das Land NRW angekündigt, Flüchtlinge auch verstärkt in Bundeswehrkasernen unterbringen zu wollen, jedoch kommt nach Ansicht des Mona-Geschäftsführers die einstige Moritz von Nassau-Kaserne dafür wohl eher nicht in Betracht. "Hier haben wir bereits einige Gebäude entkernt. Für Flüchtlinge sind sie nicht zu nutzen", so Beekman.

Quelle: RP
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