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Rees
Stella Scholaja ist voller Tatendrang

Rees. "Love is a disease", singt Stella Scholaja in ihrem neuen Musikvideo. Liebe ist eine Krankheit - für die es bis heute kein Heilmittel gibt. Vor einem Jahr wurde die Reeser Gymnasiastin bundesweit bekannt. Nicht nur wegen ihrer Musik, die sie selbst schreibt und komponiert, sondern auch wegen der großen Ziele, die sie mit ihrem Gesang verfolgt. Von Michael Scholten

Wo andere Künstlerinnen Geld und Ruhm anstreben, bedeutet die Musik für Stella vor allem Hoffnung auf ein gesundes Leben. Im Sommer 2016 unterzog sie sich einer Stammzellentherapie in Thailand. Muskeln, die über Jahre abgestorben waren und den Körper der Teenagerin lähmten, sollten wiederaufgebaut werden. Die Methode ist teuer und umstritten, weshalb die Krankenkassen nicht zahlen. Das Geld brachte Stella Scholaja durch Spenden für ihren Gesang und über ihre Internetseite Chance-for-Stella auf.

Unterhält man sich heute mit Stella Scholaja, ein Jahr nach ihrer Therapie und ein Jahr vor dem Abitur am Gymnasium Aspel, erlebt man eine 17-Jährige voller Kreativität und Tatendrang. Themen wie die Muskel-Dystrophie, Spendenaufrufe oder eine zweite Stammzellentherapie schiebt sie bewusst in den Hintergrund. Stellas Blick ist nach vorn gerichtet, und die aktuelle Woche ist bezeichnend für die Vielfalt ihrer Talente: Wenn am heutigen Samstag um 18 Uhr die neue Kunstgalerie ARTraum MoSiMo an der Emmericher Straße 4 eröffnet, sind in der Sammelausstellung internationaler Künstler auch Stellas surrealistische Bilder zu sehen.

Außerdem hat sie vor wenigen Tagen das Lied "Love is a Disease" veröffentlicht. Es wurde vom Niederländer George Konings in dessen Soundvision Studios in Arnheim produziert, das Video entstand unlängst in Bochum nach den Ideen eines jungen Produzententeams der Westwind Medien. Im Video konzentriert sich die Kamera ausschließlich auf Stella Scholaja. Sie sitzt im rosa-weiß-gestreiften Pyjama vor weißem Hintergrund und singt von der Liebe, die mehr Schmerz verursacht als manche Krankheit. Stella schreibt und singt auf Englisch, weil sie spürt, dass sie ihre Gedanken und Gefühle dadurch besser zum Ausdruck bringen kann. Musikalische Vorbilder sind Katie Melua, Taylor Swift, Michael Jackson und Bands wie Nickelback, die Red Hot Chili Peppers und Fleetwood Mac. Auch moderne Musik aus Kroatien, der Heimat ihrer Eltern, kann sie viel abgewinnen.

Die Liebe zur englischen Sprache bestimmt auch ihre Zukunftsplanung: "Es klingt vielleicht verrückt, aber ich würde gern in den USA studieren." Ob Astronomie, Wirtschaft, Journalismus oder Kunst, ist ungewiss. Ihre Interessen gehen in zu viele Richtungen. Dagegen steht fest, dass sie als Sängerin eines Tages im Madison Square Garden auftreten möchte. "Als ich das vor einem Jahr sagte, kommentierte jemand anonym im Internet: ,Ich komme 2025 zum Konzert in New York!' Das motiviert mich - denn Träume können sich ja auch positiv auf das Leben auswirken."

Apropos Träume: Aktuell schreibt Stella Scholaja ihren ersten Fantasy-Roman "The Mermaid Hunter". Es geht um Meerjungfrauen, die in Wahrheit gefallene Engel sind und die Seelen der Menschen inhalieren, um überleben zu können - bis sich eine der Nixen mit dem Sohn des schlimmsten Meerjungfrauenjägers verbündet. Die Geschichte und der griffige Titel haben das Zeug zum Hollywood-Blockbuster - und vielleicht kommt Stella dadurch ihrem Traum von einem Leben in Amerika schon wieder etwas näher...

Quelle: RP
 
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