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Kommentar
Steuern, Bongers, Neumarkt: Wie hoch ist der Preis?

Emmerich. Die Meinungsfindung in der Bürgergemeinschaft Emmerich ist für Außenstehende nicht immer nachzuvollziehen. Deshalb ist Zurückhaltung angesagt, wenn die BGE-Fraktion Initiativen ankündigt. Denn klar ist dabei noch lange nicht, ob das alle fünf Mitglieder auch so mittragen. Oder ein Teil nachher vielleicht das Gegenteil will.

Immerhin hat gestern der neue starke Mann der BGE, Joachim Sigmund, erklärt, dass man über eine Auflösung des Ortsausschusses reden werde.

Vermutlich wird das mit der CDU sein, denn die SPD wird das Gremium behalten wollen. Mit seiner Hilfe hat sie schließlich Ortsvorsteher Albert Jansen abserviert und der CDU dadurch erheblich geschadet.

Das weiß natürlich die BGE. Und deshalb wird der Preis, den sie für ihre Zustimmung ausrufen wird, wohl hoch sein. Aber was mag die BGE von der CDU verlangen wollen? Niedrigere Steuern und Gebühren für die Bürger?

Klingt gut, ist aber angesichts leerer öffentlicher Kassen ziemlich schwierig.

Einsparungen im Rathaus? Ist immer ein beliebtes Thema.

Politisches Personal? Da erinnert man sich daran, dass Sandra Bongers vor ein paar Monaten die BGE-Fraktion verlassen hat. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sie zur CDU wechseln könnte. Wäre das ein Deal? Die CDU nimmt Sandra Bongers nicht auf (weil das ja für die BGE doof aussähe) und bekommt stattdessen ihren Ortsvorsteher wieder?

Oder die BGE spielt ihre Lieblingskarte und versucht noch irgendetwas auf dem Neumarkt. Verhindern kann sie die Bebauung durch Investor Josef Schoofs ja nicht mehr, aber vielleicht noch irgendwie der Sache ihren Stempel aufdrücken. Vielleicht irgendetwas mit dem Durchstich zur Kaßstraße, der dann irgendwie verbindlich festgeschrieben wird...

Eigentlich nicht vorstellbar, zumal die CDU wohl kaum noch mal das Neumarkt-Paket aufschnüren wird, nur um ihren Ortsvorsteher in Elten wiederzubekommen.

Also: Die BGE hat die Pokerrunde in dieser Woche eröffnet. Die CDU wird die Karten auf jeden Fall aufnehmen und sich anschauen, welches Blatt sie in der Hand hat. Dann geht es um den Einsatz.

Und am Ende stellt sich möglicherweise am 13. Dezember im Rat sogar heraus, dass das alles nur ein Bluff war.

Quelle: RP
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