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Emmerich
"Stiller Alarm" bei Einbrüchen zeigt Wirkung

Emmerich. Noch keine neuen Erkenntnisse gibt es im Fall der am Donnerstag in Emmerich festgenommenen Einbrecher. Wie berichtet, waren sie von der Polizei nach einer Verfolgungsfahrt dingfest gemacht worden, die mit einem Unfall an der Auffahrt zur A3 endete. Ob es einen Zusammenhang mit einem nur wenige Stunden zuvor fast identisch verlaufenden Fall im Südkreis gibt, ist unklar.

Während in Issum eine Nachbarin die Polizei schnell alarmiert hatte, wurde in Emmerich den Tätern moderne Technik zum Verhängnis. Denn bei ihrem Einbruch hatten sie einen "stillen Alarm" ausgelöst, von dem sie nichts mitbekamen. Dafür aber der Hausbesitzer, der über sein Smartphone informiert wurde, via Kameras das Geschehen verfolgen konnte und daraufhin umgehend die Polizei benachrichtigte.

"Technische Verfahren wie dieses gibt es mittlerweile eine ganze Menge", sagt Polizeisprecher Manfred Jakobi. Beim Einbruch am Finkenweg hatte es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Einbrecher durch den "stillen Alarm", wie es ihn oft bei Banken gibt, nicht in die Flucht geschlagen wurden - ein Zeitgewinn für die Polizei.

Entscheidend für die Festnahme sei allerdings sowohl in Issum als auch in Emmerich gewesen, dass die Beamten schnell alarmiert wurden und so rechtzeitig zum Tatort kommen konnten.

Dabei zählt jede Sekunde, denn: "Professionelle Einbrecher halten sich nur wenige Minuten am Tatort auf", sagt Jakobi. Der Polizeisprecher weiß: "Die Täter verzichten unter Umständen sogar auf Beute, wenn sie nicht schnell genug an ihr Ziel kommen oder auf Widerstände treffen."

Wichtiger als eine elektronische Sicherung sei daher die mechanische - also vor allem Zusatzsicherungen an Fenster und Türen, die Einbrechern ihr Handwerk erschweren.

Wie man Hab und Gut vor Einbrechern schützen kann erklärt die Polizei im Internet unter: www.riegelvor.nrw.de.

(bal)
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