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Emmerich
Stromsystemwechselstelle der Bahn ist jetzt in Betrieb

Emmerich. Neues System vereinfacht den Güterzugverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Systemwechselstelle auf freier Strecke zwischen Emmerich und der Grenze zu den Niederlanden wird der Güterzugverkehr zwischen den beiden Nachbarländern stark vereinfacht. Güterzüge von und nach Rotterdam müssen auf ihrer Fahrt über die Grenze zukünftig ihr Spannungssystem nur noch einmal von 25.000 auf 15.000 Volt Wechselspannung umschalten. Der Wechsel in das Gleichspannungsnetz entfällt. Das optimiert den Betriebsablauf, spart Aufwand und Zeit und macht den Umstieg von Diesel- auf elektrische Lokomotiven für Eisenbahnverkehrsunternehmen erheblich attraktiver. Von den geringeren Emissionen profitieren Anwohner und Umwelt.

Bereits im Juli wurde das erste Gleis (Zevenaar Oost-Emmerich) unter Spannung gesetzt. Mit der heutigen Einschaltung der Spannung auf dem zweiten Gleis (Emmerich- Zevenaar Oost) werden die Bauarbeiten zum Systemwechsel im Ausbauprojekt Emmerich-Oberhausen planmäßig abgeschlossen. Zum Hintergrund: Bisher befand sich die Wechselstelle für die Änderung des Spannungssystems im Bahnhof Emmerich.

So fuhren vorher beispielsweise Züge von der niederländische Betuwe-Route (Rotterdam) kommend zunächst auf einer Strecke mit 25.000 Volt Wechselspannung, dann folgte im Grenzbereich ein Streckenabschnitt mit 1.500 Volt Gleichspannung (allgemeines niederländisches System) und dann die Umstellung auf das deutsche System mit 15.000 Volt Wechselspannung. Die Systeme musste somit zweimal gewechselt werden.

Durch den Abschluss der Bauarbeiten können die Züge ab heute die Systeme in dem rund 468 Meter langen neutralen, das heißt "spannungslosen" Bereich der neuen Wechselstelle rund fünf Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt während der Fahrt anpassen.

Quelle: RP
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