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Emmerich
Techno-Fans feiern zwölf Stunden am Stück

Emmerich. 30.000 Fans feierten am Airport Weeze eine Riesenparty. Bei Q-Base war harter Techno-Sound angesagt. Von Monika Hartjes

Samstag, 17 Uhr: Es ist noch hell, aber es strömen bereits Tausende junge Leute auf das Flughafengelände. Laut dröhnt Techno-Musik aus Lautsprechern - das Festival "Q-Base" findet in dieser Nacht zum 13. Mal in Weeze statt. Die Besucher sind gut gelaunt.

"Ich war 2015 schon hier, das ist einfach Super-Musik, die Leute sind klasse. Viele der DJs sind in der Szene sehr bekannt und die Ausstattung der Haupttribüne ist immer etwas Besonderes. Das ganze Paket ist einfach perfekt und jeden Cent des Eintrittsgeldes von 62,50 Euro wert", sagte Justin Querheim aus Kevelaer, der zusammen mit seinem Freund Björn Plaep und dessen Freundin Lisa Kölle anreiste. "Die Jungs haben mich überredet, ich bin zum ersten Mal hier", sagte die junge Frau aus Issum. "Aber ich höre gerne Hardcore-Musik und bin gespannt, was mich hier erwartet."

Rund 27.000 Karten waren im Vorfeld für das Event verkauft worden. "Aber bei dem schönen Wetter werden wohl viele spontan kommen, wir hoffen auf rund 30.000 Besucher", sagte Projektleiter Govert van der Sloot. Die meisten sind junge Männer, Frauen machen nur rund ein Drittel aus. 70 Prozent kommen aus den Niederlanden. Sicherheit wird groß geschrieben. "Rund 270 Sicherheitsleute, viele aus den Niederlanden, und rund 150 Sanitäter sind im Einsatz", erklärte Georg Koenen vom Fachbereich Ordnung und Soziales, der seit dem ersten "Q-Base" dabei ist. An den zwei Eingängen werden die Taschen und Rucksäcke kontrolliert. "Die meisten packen diese dann in die Schließfächer, weil sie sich frei bewegen wollen beim Abtanzen", weiß Koenen aus Erfahrung. Herzstück des Sicherheitsbereiches ist das Control-Center, hier sitzen unter anderem Vertreter der Polizei, der Johanniter, der Feuerwehr, der Gemeinde Weeze und des Sicherheitsdienstes vor Monitoren und können so per Kamera das Festivalgebäude überblicken. Alle drei Stunden kommt das KMT - das Krisen-Management-Team - zusammen, um über die Lage zu sprechen und kurzfristig zu handeln, wenn es Probleme geben sollte.

Von diesen Sicherheitsmaßnahmen bekamen die vielen Besucher nur etwas am Rande mit. Sie wollten sowieso nur abtanzen und etwas erleben. "Das war im letzten Jahr schon richtig gut. Deshalb bin ich wiedergekommen", sagte Luca De Matteis, der mit einem halben Dutzend Freunden aus dem 130 Kilometer entfernten Beckum angereist war. "Wenn du die Musik beim Sport hörst, dann pusht sie einen. Hier auf dem Festival ist das ein ganz anderes Erlebnis, du bist richtig losgelöst beim Tanzen."

Elf Bühnen waren aufgebaut, jede in einem anderen Stil. Die Hauptbühne hatte etwas Galaktisches, eine sah aus wie ein Zirkuszelt, eine andere stand in einer ehemaligen Flugzeughalle - ausgestattet mit jede Menge Traversen voller Spots - und fasste bis zu 5000 Besucher. Seit Sonntag war der Organisator mit dem Aufbau beschäftigt, die Stromversorgung lief autark über riesige Generatoren. Etwa vier Tage wird der Abbau dauern. Rund 170 DJs - darunter viele in der Szene bekannte Leute unter anderem aus den Niederlanden, Italien, England und einige aus Deutschland - legten zwölf Stunden durchgehend auf - bis sieben Uhr am Sonntagmorgen.

Quelle: RP
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