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Teurer Sommerspaß

Die Zeiten, in den Kommunen mal so eben mit links ein neues Schwimmbad eröffnen konnten, sind schon lange vorbei. In Rees hat das im vergangenen Jahr mit dem Bau des neuen Stadtbads auch nur deshalb funktionieren können, weil hier ein reines Schwimmbad ohne jeglichen Schnickschnack entstand. Beim Freibad ist die Lage aber eine etwas andere. Von Markus Balser

Ebenso wie das Hallenbad, ist das Freibad ein Zuschussbetrieb, allerdings einer, der nur wenige Tage im Jahr geöffnet hat. Er ist also vergleichsweise teuer und muss jetzt saniert werden. Andernfalls, so hat das Gesundheitsamt des Kreises bereits signalisiert, darf er nicht mehr in Betrieb gehen.

Der Bau eines neuen Freibades ist angesichts der finanziellen Lage der Stadt illusorisch. Bleibt nur die Frage, ob jetzt ein Betrag von etwa 150.000 Euro in die Hand genommen wird, um es für die nächsten fünf, sechs Jahre wieder fit zu machen, oder ob man es gleich ganz geschlossen lässt.

Als Ersatz könnte es in einigen Jahren ein Naturbad am Reeser Meer geben, was ja ohnehin immer Wunsch der Stadtverwaltung (Stichwort "Bad Himmelblau") war. Aber: Auch diese Lösung wäre nicht kostenlos zu haben, weil es bislang noch keine Erschließung für das Gebiet gibt. Und ob ein zweites Naturbad neben dem Millinger Meer überhaupt angenommen wird, muss sich erst zeigen.

Quelle: RP
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