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Stefan Honig
Auftritt erst in Haldern und später dann in China

Tour of Tours erst bei Haldern Pop, dann in China
Emmerich. Der Musiker spielt mit "Tour of Tours" am Samstag beim Festival, das für ihn einen besonderen Stellenwert hat.

HALDERN Stefan Honig gehört inzwischen fast zum Haldern-Inventar. Er hat in der Pop-Bar gespielt, beim Festival und ist beim Haldern- Pop-Label unter Vertrag. Und er ist immer noch Fan geblieben. Beim Open Air spielt er mit dem Projekt Tour of Tours am Samstag um 21.30 Uhr im Spiegelzelt.

Es ist immer viel davon die Rede, dass Haldern etwas ganz Besonderes ist, was bedeutet das Festival für dich?

STEFAN Honig Auch für mich hat Haldern Pop einen hohen Stellenwert. Seit 15 Jahren komme ich mit meinen Kumpels hierhin. Wir zelten, haben Spaß auf dem Campingplatz. Immer am gleichen Platz. Der größte Traum war, einmal dort selbst spielen zu dürfen. Ich hätte aber nie geglaubt, dass das mal Wirklichkeit wird. Ich denke auch jetzt noch: Irre, jetzt spiele ich selbst da.

Wo würde Honig heute ohne Haldern stehen?

Honig Ich würde auf jeden Fall Musik machen, aber vermutlich in einem kleineren Rahmen. Mit dem Haldern-Team im Rücken geht vieles leichter. Du wirst toll unterstützt von Leuten, die im Grunde genauso sind wie wir. Außerdem ist Haldern als Marke in der Szene bekannt. Das öffnet dir auch Türen. Ich bin froh und glücklich, mit diesen Leuten zusammenarbeiten zu können.

Wie kam es zur Zusammenarbeit. Hast du Stefan Reichmann beim Festival ein Tape zugesteckt?

Honig (lacht) Nein, nein und ich denke, dass das auch nicht viel geholfen hätte, denn es gibt genug andere Bands, die Demos zu den Haldern-Leuten schicken. Ich hatte damals jemanden kennengelernt, der mir geholfen hat, meine erste Platte zu promoten. Die hat er auch nach Haldern geschickt. Dann hat sich das Ganze so über zwei Jahre entwickelt. Ich denke, es hat dabei auch eine Rolle gespielt, dass ich damals mit Thees Uhlmann zusammen auf Tour war und abends oft 100 CDs verkauft habe. Da war zu sehen, dass sich das mit uns vielleicht auch wirtschaftlich rechnen würde. Ich habe dann auch meinen Job gekündigt und da haben die Haldern-Leute gemerkt, dass es mir ernst ist. Seitdem arbeiten wir zusammen.

Du hattest beim letzten Konzert in der Pop Bar gesagt, dass du diesmal beim Festival nur als Fan dabei sein wirst, warum bist du jetzt doch auf der Bühne?

Honig Ich bin definitiv als Fan dabei. Wir zelten wieder wie immer an unserem Stammplatz. Aber wir wurden gefragt, ob wir mit unserem Projekt Tour of Tours hier spielen und da ist Honig ja nur ein kleiner Teil.

Worum geht es bei diesem Projekt?

HONIG Hier haben sich Musiker aus fünf befreundeten Bands zusammen gefunden. Neben Honig sind das Tim Neuhaus, Jan Fisher, Town of Saints und Jonas David. Wir spielen gemeinsam Songs der anderen Bands.

Also so wie bei "Sing meinen Song" von Vox?

HONIG Nein, da haben ja andere deinen Song gespielt und du selbst nur zugehört. Bei uns singt der jeweilige Sänger bei den eigenen Stücken mit. Meist singen dann alle, es geht da richtig schön ab auf der Bühne.

Steht im nächsten Jahr wieder ein Auftritt beim Festival an?

HONIG Ich denke, dass wir dann Pause machen. Es nutzt sich sicher auch ab, wenn wir hier zu oft spielen. Wir werden im nächsten Jahr auch unsere neue Platte aufnehmen. Zudem steht Ende des Jahres auch wieder eine kleine Tour durch China an.

China und Japan sind dafür bekannt, dass die Fans da auf Powermetal stehen. Wie passt Honig da rein?

HONIG Stimmt, mit Metal füllst du da locker die großen Hallen. Aber es gibt in China auch eine Szene für Indie-Folk. Zu unseren Konzerten kommen 200 bis 250 Zuschauer. Das ist okay und wir sehen die Tour auch eher als eine kleine Belohnung für uns. Die Musik gibt uns die Chance, dieses Land zu erleben. Das ist doch Klasse. Auch das haben wir zum großen Teil sicher Haldern zu verdanken.

SEBASTIAN LATZEL STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
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