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Emmerich
Trödelmarkt am Ossenbruch geht weiter

Emmerich: Trödelmarkt am Ossenbruch geht weiter
Gisela und Natalie Eberhard freuen sich darauf, dass der Trödelmarkt am Ossenbruch wieder startet. FOTO: M.van offern
Emmerich. Nachdem letztes Jahr Organisator Klaus Eberhard gestorben war, blieb zunächst in der Schwebe, ob der beliebte Flohmarkt im Gewerbegebiet weiter bestehen wird. Jetzt hat sich Ehefrau Gisela dazu entschieden, ihn fortzuführen. Von Markus Balser

Trödelfreunde können sich freuen: Auch in diesem Jahr wird es wieder sieben Termine geben, an denen der beliebte Flohmarkt im Gewerbegebiet am Ossenbruch stattfindet. Dabei war lange Zeit unklar, ob die Veranstaltung überhaupt noch fortgeführt werden kann. Denn im vergangenen September war Organisator Klaus Eberhard gestorben - am Morgen eines Tages, an dem eigentlich ein Trödelmarkt hätte stattfinden sollen. Seine Ehefrau Gisela hatte daraufhin erst einmal die restlichen Termine des Jahres abgesagt und dafür nicht nur Verständnis geerntet.

Jetzt hat sie sich dennoch dazu entschieden, den Flohmarkt fortzuführen. "Es gab sehr viele Anfragen, und nun wollen wir auch weiter machen", sagte sie der RP.

Fortgeführt werden soll auch das Konzept des Trödelmarktes, das heißt, dass am Ossenbruch in erster Linie ein wirkliches Flohmarkt-Angebot besteht und kaum Neuware angeboten wird. "Wir haben in der Regel viele private Händler, aber auch gewerbliche mit einem Angebot, das meistens aus Haushaltsauflösungen stammt", erzählt Gisela Eberhard.

Den Trödelmarkt am Ossenbuch gibt es bereits seit 2009. "Eigentlich ist das aus einer ganz gecken Idee heraus entstanden", erinnert sich Gisela Eberhard. Ihr Mann war von einem Bekannten angesprochen worden, der bei ihm Trödel verkaufen wollte. Daraufhin hatte sich Klaus Eberhard gesagt: "Wenn wir das machen, dann richtig."

Nachdem im Jahr zuvor der Flohmarkt an der Alten Molkerei in Hüthum aufgrund der Parkplatzsituation nicht mehr genehmigt wurde, war der Bedarf für einen schönen Flohmarkt mit Atmosphäre offenbar groß. So wurde aus der "gecken Idee", die einst mit etwa 25 Anbietern am Ossenbruch begann, im Laufe der Jahre ein Flohmarkt, bei dem bei gutem Wetter bis zu 120 Händler ihre Waren feil bieten. Und dabei geht es dennoch immer familiär zu. Dazu trägt auch bei, dass die Eberhards nicht nur die Organisation, sondern auch die Bewirtung in die Hand nehmen. Frisch belegte Brötchen und Kaffee, selbst gebackener Kuchen und die "Riesen-Trödel-Bratwurst", die eigens für die Abnehmer am Ossenbruch gefertigt wird, ziehen auch manchen Gast an, bei dem einfach nur am Sonntag die Küche kalt bleiben soll.

Und das wird auch demnächst wieder der Fall sein. Der erste Trödel-Termin des Jahres steht jetzt für Gisela Eberhard am Ostersonntag an. Sie hofft dabei nicht nur auf gutes Wetter, sondern auch auf treue Verkäufer und Besucher des Flohmarktes, die trotz der Zwangspause wieder den Weg ins Gewerbegebiet finden.

Quelle: RP
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