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Emmerich
Tulpensonntag - sicher und sauber

Emmerich: Tulpensonntag - sicher und sauber
Wenn die Narren feiern, müssen die Helfer - auf unserem Bild in der Mitte vom THW - den Überblick bewahren. FOTO: andreas endermann
Emmerich. Polizei will verstärkt Präsenz zeigen. Auch Stadt, Feuerwehr, THW und Malteser sind im Einsatz. Premiere: Mit roten Tonnen sollen die Müllberge auf den Straßen eingedämmt werden. Neuer Zugweg hat den Testlauf bestanden. Von Markus Balser

Sieben Kapellen, 20 Fußgruppen und 21 Wagen mit etwa 1.500 Teilnehmern sowie erwartete 25.000 Narren an den Straßen - das sind die Eckdaten des kommenden Tulpensonntagszuges in Emmerich. Das GECK ist schon gerüstet, Einsatz- und Hilfskräfte sowie die Stadt Emmerich sind es auch.

FOTO: Thorsten Lindekamp

Wie berichtet, wird die Polizei nach den Ereignissen von Köln auch in Emmerich sowie im gesamten Kreis Kleve ihre Präsenz in Uniform und Zivil beim Straßenkarneval verstärken. Auch Ordnungs- sowie das Jugendamt sind mit acht Einsätzkräften vor Ort. Dazu kommen Feuerwehr und das THW.

Mit insgesamt rund 20 ehrenamtlichen Helfern, Sanitätern und Betreuern übernehmen die Malteser am Sonntag den Tulpensonntagsumzug in Emmerich sanitäts- und rettungsdienstliche Versorgung der Jecken entlang des Umzuges. "Diese große Anzahl an Helfern ist nötig, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein", erklärt Geschäftsführer Guido Janssen vom Malteser Hilfsdienst in Emmerich. In der Regel sind es kleinere Blessuren, die die Helfer in Atem halten.

Durchschnittlich kam es in vergangenen Jahren für die Malteser zu jeweils etwa 20 Einsätzen. "Diese Hilfeleistungen können oft ambulant von unseren Helfern entlang der Zugstrecke behandelt werden". Sollte es zu ernsthafteren Verletzungen kommen, stünden ausreichend Rettungs- und Krankenwagen bereit, um eine rasche Weiterbehandlung in einem Krankenhaus zu ermöglichen. Verloren gegangene Kinder finden sich in der Sanitätsstation auf dem Geistmarkt.

"Am schönsten, auch für uns Helfer, ist es natürlich, wenn nichts passiert und jeder Jeck gesund nach Hause kommt, aber das ist leider bei dieser Masse feiernder Menschen unrealistisch", so Janssen. Daher appellieren die Malteser an die Jecken, nur maßvoll Alkohol zu trinken und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Vor allem beim Einsammeln von Kamellen sollte große Aufmerksamkeit den kleinsten Karnevalisten gelten.

Apropos Einsammeln: Bis zu 30 Kubikmeter Müll fallen beim Tulpensonntagsumzug durchschnittlich an. Um die Müllmengen etwas einzudämmen, werden die Emmericher Kommunalbetriebe jetzt erstmals rote Tonnen aufstellen, in denen die Narren ihren Abfall, vor allem Flaschen, entsorgen sollen. Das soll auch die Straßenreinigung nach dem Zug erleichtern.

Stadtsprecher Tim Terhorst bittet die Karnevalisten in diesem Zusammenhang darum, auf Glasflaschen ohnehin möglichst zu verzichten, aber auch auf andere harte Gegenstände, die als Wurfgeschoss verwendet werden könnten. So soll der Emmericher Karneval sicher und sauber bleiben.

Sicher ist übrigens auch die neue Route des Zugwegs. Den hatte die Stadt Emmerich am vergangenen Mittwoch mit der Testfahrt eines großen Lastwagen der Firma Convent ausprobieren lassen, weil sich die Kreuzung Steinstraße/Hinter dem Engel möglicherweise als kritisches Nadelöhr hätte erweisen können. Nach dem Probelauf konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Der Zug wird die Stelle problemlos passieren können und dann weiter seinen Weg über die Gasthaus- in die Ölstraße einschlagen.

Hintergrund der Änderung sind die Bauarbeiten an dem Haus Steinstraße 13. Weil dort immer noch gearbeitet wird, müssen die Narren diesmal die kleine Umleitung einschlagen.

Quelle: RP
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