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Emmerich
Unentwegte Radler im Nieselregen

Emmerich: Unentwegte Radler im Nieselregen
An der Emmericher Rheinpromenade: Mine und Jochen Rabe (mit Fahrrädern) mit Karin Rose und Kirstin Herr vom Infocenter FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Auf der Rheinpromenade in Emmerich und auf dem Reeser Marktplatz fielen gestern die Startschüsse für den 26. Niederrheinischen Radwandertag. Auf die Teilnehmer wartete ein vielfältiges Tourenangebot. Von Monika Hartjes

Viele Radfahrer trotzten am Sonntag dem Nieselregen. Auf der Emmericher Rheinpromenade starteten in der ersten halben Stunde beim 26. Niederrheinischen Radwandertag über 200 unentwegte Radfahrer und -fahrerinnen, wetterfest ausgestattet mit Regenkleidung, nachdem Dr. Manon Loock-Braun sie mit dem Klang der "Big Bell" auf den Weg geschickt hatte. Die Radler waren zwischen vier und über 80 Jahre alt.

Monika und Kurt Benning waren Teilnehmer Nummer 203 und 204, die am Stand vor dem Touristikbüro ihre Radkarte abholten. "Wir sind auch sonst bei jedem Wetter auf dem Fahrrad unterwegs", erzählte das Vrasselter Ehepaar, das sich für die 40-Kilometer-Tour über Kleve, Bedburg-Hau und zurück nach Emmerich entschied. Jeder Teilnehmer bekam neben dem Kartenmaterial und der Stempelkarte ein Getränk und eine Tüte Katjes als Wegzehrung mit.

Start auf dem Reeser Markt. FOTO: van Offern Markus

Direkt am Morgen starteten mehrere Gruppen, eine der größten mit 46 Teilnehmern war die Gruppe "Kunterbunt", die aus Flüchtlingen und Betreuern besteht, die sich regelmäßig im Michaelheim in Speelberg treffen. 20 Personen vom MTB Emmerich und zwölf von "Siggis Freunden" fuhren ebenfalls mit. Einen kleinen Hochprozentigen "zum Aufwärmen" nahmen Elke Bolling und ihre sechs Mitfahrer vor dem Start zu sich. "Wir kommen aus Weeze und haben schon oft am Niederrheinischen Radwandertag teilgenommen", sagte Elke Bolling. "Weil wir auch mal andere Touren fahren wollen, starten wir heute von Emmerich aus." Dr. Manon Loock-Braun freute sich über die gute Resonanz. "Es sind auch Radfahrer aus Bottrop, Oberhausen und Wesel dabei", erzählte sie. Ihre Wetterprognose, dass es später noch trocken werde, stimmte. Wer bis zum Abend seine Karte abgab, nahm an einer attraktiven Verlosung teil.

Auch in Rees nieselte es beim Start des Niederrheinischen Radwandertages um zehn Uhr. Die fahrradfreundliche Stadt beteiligt sich bereits zum 22. Mal an diesem Event. "Je nach Wetter machten zwischen 150 und 500 Radfahrer mit. Wir bieten diesmal drei Touren an, die Pendelstrecke zwischen Rees und Emmerich ist 54 Kilometer lang, die über Bedburg-Hau und Kalkar 48 und die nach Wesel und Xanten 56 Kilometer lang", sagte Georg Messing, zuständig für den Radtourismus in der Stadt. Die kfd-Karnevalsfrauen sorgten für Kaffee, selbst gebackene Kuchen und Torten sowie Bratwürstchen.

"Wir haben unser Regenzeug dabei und sind gut gerüstet", sagten Brigitte und Theo Nehnes aus Rees, die dem Wetter trotzten. Auch Hildegard van Laak machte der Regen nichts aus. "Ich bin schon von Millingen aus hierhin gefahren", sagte sie. Für die Weseler Tour entschieden sich Gabi Wentzlaff und Hans Stortz aus Oberhausen. "Wir sind bereits eine Woche in Rees, haben uns eine Ferienwohnung in Empel gebucht. Wir genießen das Radfahren am Niederrhein", sagten sie. Am Radwandertag nahmen sie zum ersten Mal teil, in Rees waren sie schon öfter. "Im Bürgerbüro bekommt man immer tolle Tipps für Ausflüge", lobte Stortz.

Pünktlich um zehn Uhr gab Bürgermeister Christoph Gerwers das Zeichen zum Start. "Ich wünsche Ihnen, dass das Wetter besser wird. Aber wenigstens ist jetzt kein Wind da", sagte er. Wer am Abend seine Stempelkarte abgab, bekam eine Pflasterbox und nahm an einer Verlosung mit attraktiven Preisen rund ums Rad teil.

Quelle: RP
 
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