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Emmerich
Unfallchirurgie und Orthopädie sind eins

Emmerich: Unfallchirurgie und Orthopädie sind eins
Blick aufs Willibrord-Spital: Zum Monatsanfang wurden jetzt zwei Abteilungen umstrukturiert und zusammengeführt. FOTO: MArkus van offern
Emmerich. Willibrord-Spital legt zwei Abteilungen zusammen. Leistungsspektrum bleibt gleich. Personell wird aufgestockt. Dr. Grunwald ist jetzt im Ruhestand, wird aber weiter Kriegskinder in Emmerich operieren. Von Markus Balser

Das St. Willibrord-Spital Emmerich hat die Abteilungen für Orthopädie und Unfallchirurgie zum 1. April zusammengelegt. "Damit vollziehen wir in der Organisationsstruktur des Krankenhauses nach, was die Fachgesellschaften schon 2005 vorgemacht haben und was auch die Kostenträger fordern", erklärt Dr. Dieter Morlock, Geschäftsführer der pro homine.

Der langjährige Chefarzt Dr. Roland Hilgenpahl wird die Leitung der neuen Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie übernehmen. Sie wurde in den vergangenen 20 Jahren von Dr. Heinz Grunwald als Chefarzt der Abteilung geleitet, der das Krankenhaus zum 31. März verlassen hat. Für den Verein Kriegskinder wird er dennoch aktiv bleiben und in Emmerich Kinder operieren. "Wir werden ihn weiter unterstützen und kostenlos die Infrastruktur zur Verfügung stellen", erklärte gestern Holger Hagemann, stellvertretender Geschäftsführer des Willibrord-Spitals gegenüber der RP.

Dr. Hilgenpahl (59) ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, seit 32 Jahren in der Orthopädischen Abteilung am St. Willibrord-Spital tätig und seit September 2009 Chefarzt der Allgemeinorthopädie. Außerdem leitet er das zertifizierte Endoprothetikzentrum des Krankenhauses. Er gilt als versierter und erfahrener Arzt, der vor allem in der orthopädischen Gelenkchirurgie einen hervorragenden Ruf über die Grenzen Emmerichs hinaus genießt. Die Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenks durch das minimal-invasive Einbringen von künstlichen Gelenken ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Allgemeinorthopädie in Emmerich. Als einer der ersten Ärzte in Deutschland implantierte er 2015 Kniegelenke aus Keramik, die besonders für Allergiker gut geeignet sind. Auch die orthopädische Sportmedizin hat der Chefarzt als feste Größe in seiner Abteilung integriert.

Die erfahrene Oberärztin Sabine Piel (56) ist nun Department-Leiterin Unfallchirurgie. Die Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie verfügt sie über die Zusatzbezeichnung "Spezielle Unfallchirurgie" und ist für die Behandlung nach Arbeits- und Wegeunfällen zuständig. Sie kennt beide Krankenhäuser unter dem Dach der pro homine: Von September 2008 bis Dezember 2015 war sie als Oberärztin der Unfallchirurgie im St. Willibrord-Spital tätig, ab 2016 in gleicher Funktion im Marien-Hospital Wesel.

Die Zusammenführung der Abteilungen wird nicht mit einer Einschränkung des Leistungsspektrums oder dem Abbau von Arbeitsplätzen einhergehen, wie Holger Hagemann betont: "Im Gegenteil: Personell werden wir sogar noch etwas aufstocken." Zudem können die Patienten auch von einer Innovation profitieren: In Emmerich wird - wie schon im Marien-Hospital Wesel - ein neues Verfahren beim Einsatz von künstlichen Hüftgelenken angewendet, dass bei der Implantation die Muskulatur des Patienten komplett schont.

Quelle: RP
 
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