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Emmerich
Unternehmer vor Gericht

Emmerich. Ein Emmericher (56) soll Sozialversicherungsabgaben und seinen Mitarbeitern Arbeitsentgelt vorenthalten haben. Es entstand ein Schaden von mehr als 100.000 Euro.

Seit gestern muss sich vor der Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Kleve ein 56 Jahre alter Unternehmer aus Emmerich verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, mit einem ungewöhnlichen Konstrukt seinen Mitarbeitern Arbeitsentgelt und dem Staat Sozialversicherungsabgaben vorenthalten zu haben. Insgesamt geht es um einen Schaden von mehr als 100.000 Euro.

Der Mann betreibt ein Reinigungsunternehmen, das Verträge mit Raststätten und Autobahntankstellen zur Reinigung von Toiletten geschlossen hat. 15 Angestellte sind bei ihm dafür beschäftigt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sie von morgens bis abends im Einsatz gewesen sein, also Vollzeit gearbeitet haben. Der Unternehmer hatte seine Mitarbeiter jedoch nur als Minijobber deklariert, die zwischen ihren Arbeitseinsätzen lange Pausen von bis zu 45 Minuten und mehr einlegen würden.

Insgesamt geht es um 127 Einzeltaten. Gestern wurden die ersten Zeugen gehört. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage vorgesehen. Die Urteilsverkündung könnte demnach am 19. Juli stattfinden. Den Angeklagten erwartet eine Geld- oder sogar eine Haftstrafe.

(bal)
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