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Emmerich
Unterwegs in den Walliser Alpen

Emmerich: Unterwegs in den Walliser Alpen
Insgesamt 14 Jugendliche aus der Pfarrei Sankt Vitus besteigen derzeit die Walliser Alpen. FOTO: van Doornick
Emmerich. Eine Jugendgruppe aus der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus tummelt sich mit Pastor Theo van Doornick in den Bergen. Wasserschlacht und Gourmet-Touren gehören zum Gaudi-Programm. Ein Erlebnisbericht.

"Im Rhonetal hat's Backofen, aber in den Vispertälern kommt's hibsch." 14 Jugendliche aus der Pfarrei Sankt Vitus in Emmerich lauschen zufrieden grinsend dem Wetterbericht im Walliserdüütsch von Radio Rottu Oberwallis (RRO). Er verheißt ihnen im Gegensatz zu den Aussichten daheim wunderbares (Wander)-Wetter auch für die nächsten Tage.

Sie alle befinden sich mit Pastor Theo van Doornick nun schon zum dritten Mal in der Augustinushütte, ihrem zweiwöchigen Feriendomizil im südlichen Tal von Zermatt in Sichtweite des berühmten Matterhorns.

Mit ein paar inzwischen routinierten Handgriffen packen sie die Rucksäcke - und schon geht's heute am vierten Tag los: die Ambitionierteren unter ihnen nehmen mit geschmeidigen knapp 1000 Höhenmetern das Augstbordhorn (2973 Meter) unter die Bergschuhe, die Rüstigeren steigen zur Täschhütte (2701 Meter) auf. Beiden gemeinsam ist ein gut markierter Weg mit einer fantastischen Aussicht auf die umliegenden Täler und besonders auf die zahlreichen Viertausender des Oberwallis, die im gesamten Alpenraum ihres gleichen sucht.

Von Zeit zu Zeit bleiben die Jugendlichen begeistert stehen, um ein Steinadlerpaar bei seiner Jagd nach Beute im vollen Flug zu beobachten, die Mischabelgruppe mit dem Dom (4545 Meter) als höchstem Schweizer Berggipfel respektvoll und wolkenfrei zu bestaunen. Oder um an einer nahen Wasserstelle die Trinkreserven mit Felsquellwasser wieder aufzufüllen.

Schritt für Schritt nähern sie sich ihren Zielen, froh und glücklich einigermaßen "gut beieinand" angekommen zu sein. Beiden Gruppen steht jeweils noch ein besonderes Schmankerl bevor: Begeisterungsschreie erfüllen plötzlich die Abstiegsroute vom Augstbordhorn, als die Jugendlichen das große Schneefeld entdecken, auf dem wirklich abfahren, als einer ein Raclette-Pfännchen aus dem Rucksack zieht, es mit drei Teelichtern erhitzt und leckeren Käse zum Schmelzen bringt. Lecker!

Wieder zuhause angekommen entwickelt sich am Wassertrog vor der Hütte mit Eimern, Schläuchen, Fahrradpumpen und Papierkörben eine turbulente Wasserschlacht, die trotz Überlänge keinen Sieger kennt, aber nachhaltigen Spaß bereitet. Zumal das Thermometer mit 30 Grad Celsius unbedingt nach Abkühlung verlangt.

Das sonnige Wetter ruft förmlich nach weiteren hochalpinen Tätigkeiten. Zu einem besonderen Erlebnis wird der Besuch der Monte-Leone-Hütte im Simplon-Gebiet. Solche Erlebnisse machen hungrig. Es gibt aber keine Küchenfrauen: Die Jugend kocht selbst. Bocciaspielen auf 2200 Metern und Baden im Brigerbad mit der mit 182 Metern längsten Wasserrutsche Europas gehören ebenso zum Programm wie Chillen am Schalisee, Klettern im Kletterpark Saas Fee/Zermatt und draußen schlafen in der Hängematte.

Quelle: RP
 
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