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Emmerich
Viel Betrieb an den Steigern

Emmerich: Viel Betrieb an den Steigern
Auch die "TUI Allegra" - 135 Meter lang - steuerte schon die Rheinpromenade an. FOTO: Markus van offern
Emmerich. Personenschiffverkehr an der Promenade nimmt zu. "Stadt Rees" bietet deutlich mehr Fahrten als 2015 an. Von Markus Balser

Seit dem Wegfall der "Rheinkönigin" vor einigen Jahren gibt es zwar kein Fahrgastschiff mehr, für das Emmerich der "Heimathafen" wäre, dennoch kann sich der Betrieb an den Steigern der Rheinpromenade sehen lassen. Gut 160 Ausflugsschiffe steuern pro Jahr die Rheinstadt an und gehen an den verschiedenen Steigern vor Anker. Dazu kommt die "Stadt Rees", die derzeit noch bis September im Liniendienst zwischen Xanten und Emmerich verkehrt. Und ihr Angebot auch noch ausgebaut hat. "Wir haben jetzt deutlich mehr Fahrten als bisher aushandeln können", freut sich Emmerichs Tourismuschefin Manon Loock-Braun.

So wird in den Sommerferien etwa regelmäßig immer freitags eine Rundfahrt ab städtischem Steiger angeboten werden. "In diesem Jahr steuern wir Emmerich 40 Mal an, im letzten Jahr waren es noch 28 Fahrten", sagt Kapitän Rainer van Laak. In 2017 soll dann auch noch zusätzlich Nimwegen ins Rundfahrtprogramm mit aufgenommen werden.

Können am städtischen Steiger Schiffe von bis zu etwa 110 Metern Länge anlegen, sind die beiden anderen für noch größere Kategorien geeignet. Am ehemaligen Steiger der "Rheinkönigin" ist vor allem die "Eureka" oft zu finden. Auch sie steuert Emmerich wieder häufiger an. Allerdings starten sie die Rundfahrten von hier aus nur, wenn die Auslastung stimmt. "Mit nur 20 oder 30 Passagieren an Bord wird sie nicht loslegen", weiß Manon Loock-Braun. Der dritte Steiger an der Promenade, in Höhe der Martini-Kirche, gehört der Viking-Reederei. "Hier legen gut 80 Mal im Jahr vorwiegend Kreuzfahrtschiffe aus den Niederlanden oder der Schweiz an, die meist über Nacht eine Pause einlegen", weiß Rheinmuseum-Chef Herbert Kleißpaß.

Der Schiffsverkehr an der Promenade könnte sogar noch gesteigert werden, wenn das Kernwasserwunderland in Kalkar seinen Plan verwirklicht, auf der linken Rheinseite einen Steiger zu errichten. "Das würde die Möglichkeit für Tagestouren vom Kernie nach Emmerich und umgekehrt bieten", so Loock-Braun, die sich von diesen Plänen einen Impuls für den Kurztourismus verspricht.

Auch für Boote kleineren Umfangs will die Stadt Emmerich gerüstet sein. Eigentlich hätte bereits im vergangenen Jahr im Rheinpark ein Steiger für Wasserwanderer - Touristen, die mit dem eigenen Boot unterwegs sind und so von Hafen zu Hafen, von Anlegestelle zu Anlegestelle kreuzen - freigegeben werden sollen. Doch das Vorhaben hatte sich verzögert.

Der neue Ponton liegt bereits seit einiger Zeit im Wasser, auch die notwendige Beleuchtung ist installiert. Jetzt hapert es nur noch an der Zuwegung. Defekte Treppenstufen müssen ersetzt werden. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung soll das jedoch jetzt endlich in Kürze erfolgen.

Quelle: RP
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