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Rees
Viel Geschrei auf dem Stadtfest

Rees. Am 20. Mai wird es lauter als sonst in der Reeser Innenstadt. Dann bereichern die Marktschreier das Stadtfest der RWG. Auf deren Jahreshauptversammlung bat die Vorsitzende Renate Bartmann um mehr Unterstützung durch die Händler. Von Michael Scholten

Nicht nur Christel Lechners "Alltagsmenschen" kommen nach Rees, sondern auch Nudel-Dieter, Wurst-Achim, Käse-Alex, Aale-Marco und Blumen-Michel. Die "Echte Gilde der Marktschreier" wird beim Reeser Stadtfest am Sonntag, 22. Mai, über den Besten ihrer Gilde abstimmen lassen und auch schon am Freitag und Samstag lautstark ihre Waren anpreisen und vom Lastwagen herunter verkaufen. Um neue Akzente beim Stadtfest zu setzen, kooperiert die Reeser Werbegemeinschaft (RWG) erstmals mit der Event- und Werbegemeinschaft Jobo aus Sprockhövel.

Auf der Jahreshauptversammlung der RWG zog die Vorsitzende Renate Bartmann Parallelen zum Hamburger Fischmarkt und betonte, dass weder der RWG noch der Stadt Rees Kosten durch die Verpflichtung der Marktschreier entstehen. Vielmehr würde Jobo auch überregionale Werbung schalten und so im Idealfall neue auswärtige Besucher zum beliebten Stadtfest locken.

Am Freitag, 20. Mai, soll das Wochenende um 11 Uhr mit einem Marktschreier-Frühstück eingeläutet werden, bei dem Wurst, Käse, Matjes und Freibier gereicht werden. Am Samstag wollen die Händler von 10 Uhr bis zum späten Nachmittag ihre Waren unters Volk bringen. Auch die anderen Marktbeschicker wollen ihre Stände dann über 13 Uhr hinaus stehen lassen. Neben ihren großen Trucks bringen die Marktschreier Tische und Bänke für die Kunden sowie Fahrgeschäfte für die Kinder mit. Die traditionelle Auktion mit Heiner Dünkelmann wird bei diesem Stadtfest erstmals entfallen. Wohl aber will die RWG am musikalischen Einstieg "Rocken und Shoppen" am Samstagabend festhalten, wobei die teilnehmenden Bands laut Renate Bartmann mehr Resonanz verdient hätten als in den Vorjahren.

Mit einem verkaufsoffenen Sonntag wollen die RWG-Mitglieder die Eröffnung der Ausstellung "Alltagsmenschen" am 24. April unterstützen. Bereits jetzt liegen in den Geschäften Flyer aus. Einige Geschäfte wollen bald auf Monitoren auch einen Film über frühere Ausstellungen von Christel Lechners überlebensgroßen Figuren in anderen Städten zeigen.

Für die Vorbereitung großer Aktionen der RWG im Jahr 2016, darunter das Rheinfest am Sonntag, 23. Oktober, bat Renate Bartmann alle Mitglieder um mehr Unterstützung: "Früher gab es für jedes Fest eine eigene Arbeitsgruppe, inzwischen muss der Vorstand mit dem Beirat jede Aktion allein planen." Vor allem für die Adventszeit bestehe Handlungsbedarf.

Enttäuscht zeigte sich Bartmann von der schwachen Resonanz bei der Versammlung: Nur ein Dutzend der derzeit 41 Mitglieder war im Rheincafé Rösen erschienen. Der frühere RWG-Vorsitzende Peter Moser kritisierte zudem, dass sich zum Stadtfest, Rheinfest und bei anderen Aktionen kaum noch Geschäfte an gemeinschaftlichen Anzeigenseiten in den Zeitungen beteiligen, obwohl dies in der Satzung der RWG festgelegt sei. "So eine müde Seite zeigt dann den Zustand der Werbegemeinschaft", meinte Peter Moser.

Quelle: RP
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