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Rees
Viel weniger Osterfeuer

Rees. In der Nachbarkommune Wesel ist das Thema "Osterfeuer" Jahr für Jahr fast ein Politikum. Es wird streng überprüft, wer da ein Feuer anmeldet. Die Naturschützer kontrollieren die Feuer und messen die Rauchbelastung. Mancher hat da inzwischen die Lust auf das Brauchtum verloren.

In Rees wird das Thema etwas lockerer gehandhabt. Zwar müssen die Feuer auch hier offiziell angemeldet sein, aber auch lockere Nachbarschaften dürfen zum Feuer einladen. Es muss kein offizieller Verein oder Verband Veranstalter sein. "Grundsatz bei uns ist, dass ein Osterfeuer eine Brauchtumsfeier ist, die für jeden zugänglich ist", erläutert Pressesprecher Frank Postulart. Das heißt im Klartext: Jedes Feuer ist öffentlich und darf von jedem besucht werden. Die Frist zur Anmeldung ist inzwischen abgelaufen und es hat sich gezeigt, dass es in diesem Jahr einen kräftigen Rückgang bei den Osterfeuern geben wird. Rund 220 Feuer sind angemeldet, das sind 60 weniger als im Vorjahr. "Den Grund dafür kennen wir auch nicht", sagt Postulart. Am Procedere selbst hat sich nichts geändert. Auch wird in Rees weiterhin keine Gebühr für das Osterfeuer verlangt.

Angezündet werden dürfen die Feuer zwischen Ostersamstag und Ostermontag. Die Feuerwehr hat die genaue Liste aller Feuer bekommen, um sofort handeln zu können, wenn es Probleme geben sollte.

Kontrollen

Damit auch niemand das Osterfeuer für die Entsorgung von Abfällen missbraucht, wird es auch in Rees Kontrollen geben. Mitarbeiter der Stadt werden stichprobenartig die Feuer besuchen. Wo dunkler Qualm in den Himmel steigt, werden die Kontrolleure sicher als erstes vorbeischauen.

Die Stadt bittet auch noch einmal darum, den Holzhaufen vor dem Anzünden umzuschichten. So soll verhindert werden, dass sich noch Tiere zwischen den Ästen befinden.

Quelle: RP
 
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