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Emmerich
Vlaggetjesdag: Ein Hoch auf den Hering

Emmerich: Vlaggetjesdag: Ein Hoch auf den Hering
Shantysänger Helmut Dietrichs aus Rees genießt seinen ersten Matjes beim "Vlaggetjesdag" an der Emmericher Rheinpromenade. FOTO: van Offern Markus
Emmerich. Bereits zum vierten Mal wurde der Tag begangen. Das Feuerwehrboot brachte das Fisch-Fässchen.

Samstag um kurz vor 11 Uhr auf der Rheinpromenade: Zahlreiche Besucher schauen auf den Rhein und warten auf das Feuerwehrboot, das ein Fässchen "nieuwe Haring", neuen Hering, an Bord hat. Mit den lauten Klängen eines Horns wird das Eintreffen des Bootes mit der "kostbaren Fracht", die vom Liemers-Vorsitzenden Michael Arntz begleitet wird, angekündigt. Liemers-Mitglied Helmut Lisken erzählt unterdessen: "Der Fisch kommt von der Nordseeküste hier hin. Früher fuhren die mit Flaggen geschmückten Boote hinaus, um den ersten Hering zu fangen. Darum wurde dieser Tag in den Niederlanden ,Vlaggetjesdag' genannt."

Unterstützt von Sonnenschein und den Melodien des niederländischen Dweilorkest "De Duistekluiters" rollte Arntz das Fässchen zur Stadtplatte, wo zum vierten Mal der "Vlaggetjesdag" gefeiert wurde. Liemers Niederrhein organisierte diese Veranstaltung mit dem Rheinmuseum, das Museum hatte an diesem Tag bei freiem Eintritt geöffnet. Zunächst begrüßte Michael Arntz die Gäste, bevor der stellvertretende Bürgermeister Herbert Ulrich einige Grußworte sprach. Er sendete einen Gruß von "der schönsten Rheinpromenade der Welt" zur Strandpromenade nach Scheveningen, wo zeitgleich der Vlaggetjesdag stattfand.

Gastwirt Franz Feyen, der für die Getränke sorgte, wagte einen skeptischen Blick gen Himmel. "Laut Regenradar wird es ab 13 Uhr hier regnen. Aber vielleicht zieht es auch vorbei. Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben", meinte er. Die Veranstalter hatten Glück, der Schauer kam erst kurz vor Ende des Festes. Den Hering lieferte der Fischhandel Wennekes aus ´s-Heerenberg, der auch auf dem Emmericher Wochenmarkt vertreten ist. "In diesem Jahr ist der ,nieuwe Haring' besonders gut", sagte Mitarbeiterin Gerda Ebbers. "Wir hatten gutes Wetter und reichlich Plankton, da konnte der Hering gut Fett ansetzen und ist dadurch besonders weich." "Lecker", meinte Sigrid Graf beim Biss in den Matjes. Sie seien extra aus Moers gekommen, als sie vom Vlaggetjesdag hörten, sagte Ehemann Herbert. Niederländische Poffertjes gab es nicht, der "Poffertjesmann" hatte auf der Hinfahrt einen unverschuldeten Unfall. Mit Seemannsliedern zum "Schifferklavier" sorgten die Herren vom Shanty-Chor aus Grieth für beste Stimmung auf der Rheinpromenade.

(moha)
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