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Emmerich
Vlaggetjesdag: Längst eine Erfolgsgeschichte

Emmerich: Vlaggetjesdag: Längst eine Erfolgsgeschichte
Judith Selter vom Rheinmuseum und Michael Arntz, Vorsitzender des deutsch-niederländischen Vereins "Liemers Niederrhein" FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Am 17. Juni feiert Emmerich zum fünften Mal den Ehrentag für frischen Hering. Die Idee von Liemers Niederrhein hat sich verselbstständigt. Von Monika Hartjes

Bald ist der "nieuwe haring" da! Am Samstag, 17. Juni, findet auf der Rheinpromenade wieder der beliebte Vlaggetjesdag statt - bereits zum fünften Mal.

"Zweimal wurde das Fest von Liemers Niederrhein und einmal von der Stadt und der Wirtschaftsförderung organisiert, als wir unser 50-jähriges Jubiläum feierten", erzählte Michael Arntz, Vorsitzender von Liemers Niederrhein der deutschen Seite, bei der gestrigen Vorstellung des Programms.

Seit zwei Jahren wird Liemers vom Rheinmuseum, federführend von Judith Selter, unterstützt. "Zu Beginn stand die Idee, Liemers bekannter zu machen. Doch jetzt steht der europäische Gedanke im Mittelpunkt. Wir wollen dieses Fest als Veranstaltung über die Grenzen hinaus verstanden wissen, die die Menschen verbindet und viel Spaß macht", sagte Arntz. Finanziell gefördert wird das Fest von der Euregio Rhein-Waal.

Eigentlich ist der Vlaggetjesdag eine niederländische Tradition. Mitte Juni fahren die Boote, mit Flaggen - "Vlaggetjes" - geschmückt in den Hafen von Scheveningen ein. Mit an Bord: der neue Hering. Das wird natürlich gefeiert.

Rund um den Hafen von Scheveningen gibt es an diesem Tag neben viel "nieuwe haring" auch Auftritte von Shanty- und Fischerfrauenchören, Stände mit traditionellem Handwerk, Scheveninger in Tracht sowie Aktivitäten für Kinder.

In diesem Jahr findet der niederländische Vlaggetjesdag, der sich danach richtet, ob der Hering fett genug ist, am 17. Juni statt, genauso wie in Emmerich. Das Programm kann sich auch in der Rheinstadt sehen lassen: Für den "nieuwe haring" sorgt der Vishandel Wennekes, der auch auf dem Wochenmarkt vertreten ist. "Die kommen in diesem Jahr mit einem größeren Stand. Im letzten Jahr wurden ihnen die Heringe quasi aus den Händen gerissen, sie konnten die Nachfrage kaum schaffen", so der Liemers-Vorsitzende.

Wer gerne süße Poffertjes mag, der ist am Stand von Cedric aus Didam genau richtig. Dort werden die kleinen Pfannkuchen frisch gebacken.

Für das Getränke-Catering sorgt Franz Feyen von der Emmericher Societät. Auch wenn er nicht mehr an der Promenade angesiedelt ist, sondern in der Societät, macht er weiter. Die Veranstaltung hat ihm viel Spaß bereitet.

Neben dem Shanty-Chor aus Grieth sorgt auch das "Dweilorkest De Duitekluiters" aus Zevenaar für die musikalische Unterhaltung. "Die niederländische Musikgruppe hat im letzten Jahr auch noch während des Abbaus, als es zu regnen begann, weitergespielt und dafür gesorgt, dass die Menschen im Regen tanzten", erzählte Judith Selter.

Um 11 Uhr wird das Fass mit dem ersten Hering vom Feuerwehrboot über den Rhein transportiert und an Land gebracht.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Elke Trüpschuch hält eine kurze Ansprache, bevor der erste Fisch genossen werden kann.

Quelle: RP
 
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