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Emmerich
Volle Kneipen bei "Emmerich live"

Emmerich. Auch in diesem Jahr war das Konzept - 13 Bands in zwölf Lokalitäten und nur einmal Eintritt zahlen - erfolgreich. Von Monika Hartjes

Dass Freezeland bei "Franz" auftritt, das ist Tradition. ",Emmerich live' ist ein fester Termin im Kalender", erzählte Andreas Thiele. Für den Sänger der Party-Rock-Cover-Band aus dem hohen Norden, die am Samstag zum achten Mal bei Franz Feyen spielte, war der Auftritt ein Heimspiel. Vor zwei Jahren lernte er bei dem Event seine jetzige Freundin kennen. "Und seit etwa einem Jahr wohne ich in Emmerich", sagte Thiele, der sich auf jeden Auftritt freut. "Hier herrscht eine tolle Atmosphäre und es gibt tolle Leute. Das Publikum geht richtig gut mit, ich glaube, die lieben uns", so der Neu-Emmericher.

Zunächst spielte die Gruppe Tombolas, eine bandeigene Vorband, in der zwei Freezeland-Musiker mitspielen, danach ging die Post ab mit Freezeland. Bereits eine Stunde vorher war das Restaurant voll. "Man muss hier anfangen, sonst kommt man nicht mehr rein", sagte Sandra Wittke aus Erfahrung. In den vergangenen Jahren waren die "Mädels" unter sich und die Männer hatten sich in Dornick zum Bier getroffen. Doch die Frauen hatten so von dem Event geschwärmt, dass diesmal die Herren mitkamen; für Michael Wittke und Olaf Derksen war es eine Premiere.

Auch in diesem Jahr war das Konzept - 13 Bands in zwölf Lokalitäten und nur einmal Eintritt zahlen - erfolgreich. "Vor zwei Jahren lag der Rekord bei rund 1500 Besuchern, gefühlt sind es diesmal vielleicht noch mehr", sagte Adam Ruta vom Veranstalter Gastro Event. Vor allem das trockene Wetter trage zu der guten Resonanz bei und die Rheinpromenade sei ideal für "Emmerich live", weil alles nahe beieinander liegt.

Zum ersten Mal war das Schiff "MS River Dream" dabei, hier spielte die in der Region bekannte Band Tribal Voice. Das Schiff war proppevoll, als die achtköpfige Gruppe gegen 20 Uhr als eine der ersten Bands begann. Es herrschte gleich eine Superstimmung. Verärgert war Melanie Dormann, die mit fünf weiteren Freunden unterwegs war, jedoch über die Getränkepreise. "7,50 Euro für einen Longdrink, der aus viel Cola und ganz wenig Bacardi besteht, das finde ich schon happig", sagte sie.

Beste Stimmung herrschte auch im Hof von Holland, wo Skip Direction, ebenfalls in der Umgebung sehr bekannt, Songs von internationalen Rock- und Popgrößen zum Besten gab. "Wir haben unseren Chef Mike Kriska hier überrascht", erzählte Hasan Akbasli, der mit vier anderen Kollegen da war. "Der ist Filialleiter bei Kunststoffe Vink und spielt hier Gitarre. Er hat auch schon mal auf unserer Weihnachtsfeier gespielt."

Gut besucht war auch Steiger 1. Eigentlich sollten hier wieder Colin and the Steam Rollers spielen, wie in den Vorjahren, doch die waren verhindert. "Wir hatten uns dann die Ersatzband Blue Note 66 in Kleve angehört und die machen eine genauso tolle Musik", sagte die Wirtin Silvia Kemperman.

Begeistert waren auch die Zuhörer im Bistro 852 von Real Spirit, in der Gaststätte Zum Raben von Here comes Johnny, in Estrella's Cantina von Doris D Akustic, im Hotel Rheinpromenade von Dr. Beat, im Schlemmerich von Session light und im Empanadas von Rumbambé mit Mario Reynoso aus Peru und Tom Mandoza aus Kuba - ein bunter Mix aus toller Livemusik. "Salsa und Rumba erinnern mich an unsere Kuba- und Karibikurlaube mit Sonne und schönem Strand", sagte Walter Reuss.

Leider etwas "vom Schuss" und somit nicht so gut besucht wie die anderen Locations war die Gaststätte Rathaus life, die zum ersten Mal mitmachte. Schade, denn die Band Cookie & Friends bot gut gespielte, fetzige Musik.

Zur After-Show-Party ab 23 Uhr ging es dann ins PAN, wo ein DJ Musik auflegte und "Emmerich live" ausklingen ließ.

Quelle: RP
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