| 00.00 Uhr

Rees
Vom heimischen Sofa zur Festival-Couch

Rees: Vom heimischen Sofa zur Festival-Couch
Die Tres Ottos sind bereits im vergangenen Jahr bei dem Haffener Musikfestival aufgetreten. FOTO: Rock in't Dörp
Rees. Das kleine Open Air "Rock in't Dörp" geht in seine fünfte Auflage. Startschuss ist am Freitag mit sechs Künstlern, die für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Eintrittskarten für die familiäre Veranstaltung sind noch erhältlich. Von Julia Latzel

Alles begann mit einem roten Sofa. Das historische Möbelstück sollte von der Rockschule in Bocholt verkauft werden. Rockschulbetreiber Marco Launert hat das allerdings nicht übers Herz gebracht und stattdessen eine neue Funktion für das Sofa gesucht: Seitdem bietet es die Kulisse für Bandauftritte von Künstlern verschiedenster Stilrichtungen. Für mehr als 50 Auftritte hat das gemütliche Sofa mittlerweile seine Polster zur Verfügung gestellt.

Nun findet es seinen Weg in das Dorf Haffen, wo es mit sechs Künstlern am Freitag, 30. Juni ab 19 Uhr den Beginn des familiären Festivals Rock in't Dörp darstellt. Mit dieser Idee hat sich das Rock-in't-Dörp-Team zur fünften Auflage ihres kleinen Festivals wieder etwas Neues einfallen lassen, um die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes von ihrem eigenen Sofa zu Hause vor die Haffener Schützenhalle zu locken.

Dort erwartet die Zuschauer ein tolles Programm. Sandrine Lisken aus Moers ist eine junge Sängerin und Songwriterin, die mit einem Mix aus emotionalen deutschen Texten und Coversongs mittlerweile in ganz NRW unterwegs ist. Seit Anfang 2016 verbreitet sie ihr Soloprogramm auf verschiedenen Bühnen oder als Straßenmusikerin und wird nun auch auf dem Sofa vor der Haffener Schützenhalle Platz nehmen.

Auch Hubert Dingenskirchen hat sich einen Platz auf der roten Couch gesichert. Der Essener ist seit 1988 mit seiner Musik und guten Geschichten unterwegs und begeistert Fans in Deutschland und England. Angefangen hat seine musikalische Karriere mit einer Gitarre, die er von seinem Onkel Kalle zum elften Geburtstag bekommen hat. Von da an war klar: Musik ist sein Ding. Nun wird er mit seiner Mischung aus Emscher Deltablues und abwaschbarem Großstadt-Folk auch in Haffen sein Ruhrpott-Temperament präsentieren.

Als Drittes nehmen die "Storytellers" auf dem Sofa Platz. Dahinter verbergen sich John Elburg (Gesang/Gitarre) und Leon Heijnst (Trompete/Gesang) aus Doetinchem. Mit stimmungsvollem Rock'n'roll hinterlegt erzählen sie Geschichten aus dem Leben. Treuen Fans von Rock in't Dörp sind die beiden bereits von der Band "Bootsman" bekannt.

Danach erwartet die Zuschauer Lateinmusik: "NosTres" aus Achterhoek (NL) hat ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Die Musik der Band ist durch Musikstile aus Spanien und dem karibischen Gebiet beeinflusst. Größtenteils werden eigene Songs gespielt, die aber durch bekannte Cover-Songs (u.a. von Bob Marley und den Beatles) ergänzt werden. Das rote Sofa bereits kennen dürfte sehr wahrscheinlich die Bocholter Band "Street Force One", die aus einem Straßenmusik-Projekt der Rockschule unter dem Motto "die ehrlichste Bühne der Welt" entstanden ist. Seitdem konnten sich bereits viele Events an den Auftritten von Marie, Rike, Tom und Marco erfreuen.

Zuletzt nimmt die Band Jim Jim John Bluegrass Orchestra aus Essen und Düsseldorf auf dem historischen Möbelstück Platz. Sie versprechen mit Hits der Musikgeschichte im Bluegrass Style einen "bezaubernden Abend". Das Publikum darf sich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Programm mit interaktiven Elementen und humorvoller Moderation freuen.

Mit diesen Künstlern im Gepäck wird das Rock-in't-Dörp-Festival einen gelungenen Auftakt haben. Am Samstag geht es dann mit einem ebenso sorgfältig ausgewählten Programm weiter. Besucher mit langer Anreise oder Haffener, die richtiges Festvial-Feeling aufkommen lassen möchten, haben die Möglichkeit, ihr Zelt auf einer angrenzenden Wiese aufzuschlagen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rees: Vom heimischen Sofa zur Festival-Couch


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.