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Emmerich
Von ganzem Herzen "geck"

Emmerich: Von ganzem Herzen "geck"
FOTO: Stade, Klaus-Dieter (kds)
Emmerich. Traum erfüllt: Michael III. und Elke II. freuen sich auf die Proklamation am kommenden Samstag. Das neue Prinzenpaar will ganz natürlich rüberkommen und ist vielen Emmericher Narren nicht unbekannt. Von Monika Hartjes

Wer an Altweiber im nächsten Jahr närrische 55 Jahre alt wird, der hat bereits die beste Voraussetzung, Karnevalsprinz zu werden. "Was kann uns Besseres passieren, als mit dem Kulturchef der Stadt Emmerich als Prinz in die 45. Session zu starten", sagte auch Geck-Vorsitzender Michael Verhey bei der ersten offiziellen Vorstellung des neuen Prinzenpaares Michael III. und Elke II. (Rozendaal) beim "Gecken Abend" im PAN.

"Wir wissen, dass wir in große Fußstapfen treten mit dem Prinzenpaar Michael und Kathi als Vorgänger. Aber wir wollen einfach so rüberkommen, wie wir sind: von Herzen geck. Wir wollen 'pläsirig fiere' und Spaß zusammen haben", sagte Prinz Michael III. in seiner ersten "Fast-Prinz-Rede".

Denn die Proklamation findet erst am kommenden Samstag, 14 November, im Stadttheater statt. Dann werden auch das Motto der Session und die offiziellen Namen der Tollitäten bekanntgegeben.

Eigentlich wollte Ehefrau Elke "nie Schützenkönigin und nie Karnevalsprinzessin" werden, obwohl sie eine karnevalistische Vergangenheit und Gegenwart hat - tanzte sie doch bei den bekannten "Tina-Girls". Als eine der "Mits fits"-Frauen hat sie für viel Gelächter gesorgt und stand, auch gemeinsam mit Tochter Linda, regelmäßig als Büttenrednerin auf der Bühne.

Beruflich war die 1963 in Praest geborene Elke bis zur Geburt von Tochter Linda 1987 als kaufmännische Angestellte beschäftigt. 1992 kam Tochter Miriam zur Welt. Im Jahr 2000 wagte Elke Rozendaal den Schritt in die Selbstständigkeit, nachdem sie sich zuvor in einem renommierten Hundesalon in München - auch Mooshammers "Daisy" wurde hier betreut - zur Hundefriseurin hat ausbilden lassen. Außerdem absolvierte sie ein Fernstudium mit dem Schwerpunkt "Psychologie und Verhaltenstherapie des Hundes" und betreibt jetzt einen Hundesalon an der 's-Heerenbergerstraße.

In ihrer Freizeit malt und kocht sie gerne und ist in vielfältiger Weise kreativ tätig. Gemeinsam mit Ehemann Michael, mit dem sie seit 31 Jahren verheiratet ist, liebt sie es, auf Reisen zu gehen.

Doch Karnevalsprinzessin werden, nein danke! Dabei war es Michaels Wunschtraum, einmal Prinz zu sein. Als er dann im vergangenen Jahr bei der Geck-Sitzung seine bessere Hälfte noch einmal darauf ansprach, meinte diese nur: "Mein Gott, mach doch, was du willst."

Für den Kulturchef war das eine klare Zustimmung, er meldete sich als neuer Prinz beim Geck. Elke war dann aber doch sehr überrascht, als an Altweiber Geck-Chef Michael Verhey ihr "zur neuen Prinzessin" gratulierte. Doch sie nahm es mit Humor. "Ich danke meiner Frau, dass sie aus Liebe zu mir meinen Traum erfüllt", sagt Michael Rozendaal, der seit 2008 die Emmericher Kulturbetriebe leitet und vorher Sachdienstleiter im Personalwesen der Stadtverwaltung war.

Er kann auf eine lange karnevalistische "Karriere" zurückschauen. Michael war von 1999 bis 2009 Mitglied im Elferrat der Praester Schützen, ist dort auch auf zahlreichen Sitzungen aufgetreten. Seit 2010 gehört er dem Komitee des Bürgervereins an, seit 2012 ist er Senator des Geck. Bühnenerfahrung sammelte er mit Büttenreden, Sketchen und vielen Auftritten mit dem Praester Fanfarenzug.

Auch in anderen Vereinen der Stadt ist er aktiv, unter anderem seit 25 Jahren im 22. Zug der St. Johannes Schützenbruderschaft Praest. Zum Gardisten hat er es auch schon gebracht, das war in der Session 2003/04 mit dem Prinzenpaar Peter I. und Maggie I. (Ising).

Zu seiner Garde gehören 20 Männer und zehn Frauen zwischen 21 und 70 Jahren - auch die beiden Töchter Linda und Miriam sind dabei. Gardehauptmann ist Michael Reinders.

Seit März wird der Gardetanz geprobt. Die Choreografie dazu haben vier Mitglieder der Garde gemacht. Einer der Highlights der Session wird für das Prinzenpaar der Tulpensonntagszug sein, den sie nicht auf dem traditionellen Prinzenwagen mitfahren werden. "Wir haben was ganz anderes vor. Es gibt eine Überraschung", verriet Prinzessin Elke II..

Ihr Garde-Lokal auf der Rheinpromenade ist nicht zu übersehen. Mit einer originellen "Verkleidung" im englischen Stil - zwei Beefeaters in Wachhäuschen - ist "Franz" ein echter Hingucker.

Quelle: RP
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