| 00.00 Uhr

Emmerich
Vorsitzender sieht sich als Brückenbauer

Emmerich: Vorsitzender sieht sich als Brückenbauer
Michael Reinders aus Emmerich ist nun für ein Jahr der Vorsitzende des Wirtschaftsforums Niederrhein. FOTO: DIANA ROOS
Emmerich. Michael Reinders ist jetzt an der Spitze des frisch umbenannten Wirtschaftsforums Niederrhein.

Der eiserne Rhein. Er ist immer noch eine Grenze in den Köpfen der Menschen. Das kann Michael Reinders bestätigen. Der Versicherungskaufmann arbeitet in Kleve und wohnt in Hüthum. Und ist jüngst neuer Vorsitzender des Wirtschaftsforums Kleverland geworden. Da der Emmericher sich auch dafür einsetzen will, dass das Netzwerk auf der hiesigen Rheinseite stärker Fuß fasst, passt es ins Bild, dass die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung die Umbenennung in Wirtschaftsforum Niederrhein absegneten.

Ein Emmericher an der Spitze eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses, der vor allem in Kleve stark vertreten ist? Da macht es doch Sinn, diesen 51-Jährigen Reinders mal näher vorzustellen. Er ist verheiratet, hat eine Tochter, ist Hobbytaucher, Mitglied im Vorstand des Bürgervereins Emmerich - einer, der nie stehen bleiben will, aber gelassen engagiert leben möchte. Auch sein Beruf sei eine Berufung: Der geschäftsführende Gesellschafter der Provinzial-Niederlassung Lohmann & Reinders in Kleve ist seit vier Jahren beim Wirtschaftsforum aktiv. Geschäftsführer Helmut Tönnissen habe ihn angesprochen, ob er sich nicht vorstellen könne, im Vorstand mitzuarbeiten. Michael Reinders konnte sich schnell für den Gedanken begeistern, auch Brückenbauer zwischen Emmerich und Kleve sein zu können. "Mit Hilfe von Bürgermeister Johannes Diks, der ja auch der Wirtschaftsförderer in Emmerich ist, möchte ich weitere Unternehmen aus Emmerich dafür begeistern, Mitglied zu werden." Die wirtschaftliche Entwicklung in Emmerich sei positiv, die Gewerbegebiete füllten sich gut. Reinders hofft auch auf interessante Ansiedlungen auf dem Kasernen-Areal. Dass Emmerich in der Kreis-Wirtschaft durchaus Gewicht hat, zeige auch die seit 2005 jährlich stattfindende Verleihung des Klever Unternehmerpreises, der in diesem Jahr am 5. November vergeben wird: "Da hat es schon diverse Emmericher Preisträger gegeben. Q-Railing, Probat, Aquatec, PG Kaas oder auch Elsa Coloured Shoes." Hier ist der eiserne Rhein schon überwunden. Das müsse nur in den Köpfen ankommen. Auch die Brücken in den Südkreis sollen geschlagen werden: "Wir versuchen uns im Gelderland stärker zu engagieren", sagt Reinders. Viele Unternehmen wüssten zwar voneinander, aber eben nicht genau, was der andere macht. Und darum ginge schließlich im Wirtschaftsforum, das 130 Mitgliedsunternehmen und Einzelmitglieder zählt. Man wolle politisch neutral die Unternehmer zusammenbringen. Denn so könnten Synergien genutzt werden, Kooperationen aufgebaut werden.

So werden auf Netzwerktreffen die Besucher bewusst bunt an Tischen zusammengestellt, damit man sich eben nicht wieder mit denen unterhält, die man schon kennt. Fortführen möchte Reinders das von Amtsvorgänger Günter Heenen ins Leben gerufene Unternehmens Plaza in Kalkar, für das es "viel positive Resonanz" gab. Der 10. März 2016 ist angepeilt. Ein weiteres Schwerpunktthema wird das Thema Coaching sein. Noch eine Leidenschaft des 51-Jährigen, der sich selbst entsprechend hat weiterbilden lassen.Er will Kristin Gräfin von Faber-Castell in die Region locken, die das Seminar "Mit Stil zum Ziel", einem Business-Knigge, halten wird.

(mavi)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Emmerich: Vorsitzender sieht sich als Brückenbauer


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.