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Emmerich
Weihbischof ruft zur Wahl auf

Emmerich: Weihbischof ruft zur Wahl auf
Weihbischof Rolf Lohmann. FOTO: Evers
Emmerich. 171.412 Katholiken im Kreis Kleve sind bei der Pfarreiratswahl an diesem Wochenende stimmberechtigt.

Im Bistum Münster dürfen an diesem Wochenende rund 1,7 Millionen Katholiken ab 14 Jahren ihre Stimme abgeben - davon 171.412 im Kreisdekanat Kleve. Die Pfarreiratswahlen stehen unter dem Motto: "Jetzt staubt's - Kirche vor Ort ist im Umbruch". Weihbischof Rolf Lohmann ruft die Katholiken in seiner Region auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und hat dabei insbesondere die Jugendlichen im Blick. "Im Pfarreirat und bei der Wahl müssen alle Altersgruppen vertreten sein. Ich möchte gerade die Jugendlichen dazu aufrufen, zur Wahl zu gehen, damit wir merken, dass auch sie mitreden, mitüberlegen und ihre Ideen einbringen wollen."

Vier von den insgesamt 29 Pfarreien im Kreisdekanat Kleve haben sich für das ebenfalls zum ersten Mal durchgeführte Verfahren der allgemeinen Briefwahl entschieden. Mit diesem soll die Wahlbeteiligung und damit die Legitimation für die kirchlichen Gremien gesteigert werden. Allgemeine Briefwahl bedeutet, dass jedem wahlberechtigten Mitglied der Pfarrei die Wahlunterlagen zugestellt werden.

Die Stimmabgabe kann neben der Zustellung per Post, der persönlichen Abgabe beim Wahlvorstand oder an einer der Sonderabgabestellen auch am Wahltag im Wahlbüro erfolgen. Die Wahlbeteiligung im Bistum Münster lag bei den Pfarreiratswahlen 2013 bei 7,3 Prozent, in 2009 bei 10,23 Prozent. Die bayerischen Bistümer haben die allgemeine Briefwahl bereits vor einigen Jahren eingeführt - mit Erfolg. Im Bistum Eichstätt stieg die Wahlbeteiligung von 18,2 Prozent in 2010 auf 33 Prozent in 2014. Im Erzbistum München und Freising kletterte die Wahlbeteiligung von 11 Prozent in 2010 auf 16,1 Prozent in 2014.

Die zweite Neuerung bei den Pfarreiratswahlen: Das Wahlalter wurde auf 14 Jahre herabgesetzt. Die Geschäftsführerin des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum, Marie-Luise Kamp, begründet diese Änderungen damit, dass Jugendliche in den Pfarreien verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und das Gemeindeleben mitgestalten: "Durch das Absenken des Wahlalters bekommen sie eine direkte Stimme."

Quelle: RP
 
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