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Emmerich
Weihnachtliches Schlösschen Borghees

Emmerich: Weihnachtliches Schlösschen Borghees
Auch der Nikolaus kam zum Weihnachtsmarkt am Schloss und beschenkte die Kleinen mit Süßigkeiten. FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Emmerich. Die Lions haben auch in diesem Jahr ihren Weihnachtsmarkt am Schlösschen Borghees veranstaltet. An 40 hübsch geschmückten Ständen gab es hochwertige und außergewöhnliche Produkte. Der Erlös fließt in soziale Projekte. Von Monika Hartjes

Sie habe wohl die weiteste Anreise gehabt, aus Bottrop, meinte Stefanie Allekotte. "Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal hier und ich wollte unbedingt wiederkommen, weil dieser Weihnachtsmarkt so wunderbar gemütlich und entspannt ist", sagte sie. Das finden nicht nur die Händler, sondern auch die Besucher. Und so kamen sie auch gestern in Scharen, um den stilvollen Lions-Markt rund um das Schlösschen Borghees zu erleben.

Stefanie Allekotte hatte originelle "Notfallsets Mama" dabei, Filztäschchen, gefüllt mit Deo, weil Mamas oft ins Schwitzen kommen, mit Pflaster gegen Verletzungen und mit Taschentüchern, weil Mütter oft zu Tränen gerührt sind. Zur Einstimmung auf das Fest bot sie kleine "Weihnachtsdosen" mit Tee, Kerze und Nikolaus an. "Tee kochen, Kerze anzünden und Schoko-Nikolaus essen - so kommt Vorfreude auf", erklärte sie.

Die Weihnachtsmärkte in Emmerich und Rees 2015

Auch sonst hatte der Lions-Markt an seinen rund 40 Ständen, die alle wunderschön weihnachtlich geschmückt waren, hochwertige und außergewöhnliche Produkte zu bieten. Während die Frauen Schmuck und handgefertigte Tücher oder Gestecke bewunderten, standen die Männer vor aus alten Blechdosen gefertigten Motorrädern. Andreas Scholl aus Rees verkaufte Weihnachtskarten, aus Heu, Stroh und Herbstlaub handgemacht, innen mit Büttenpapier zum Beschreiben und mit einer weihnachtlichen Zeichnung von ihm - jede Karte ein Unikat. Dass er zeichnen kann, sah man auch in seinem Buch "Querfeldein am Niederrhein", das auf Wunsch auch von ihm signiert wurde. "Ich bin zum zweiten Mal hier, die Atmosphäre ist außergewöhnlich", so Scholl. Nicht zu überhören war Heinrich Bossmann, der mit der Motorsäge Sterne aus dicken Baumscheiben der amerikanischen Eiche sägte. "Die kann man drinnen und draußen dekorieren", sagte er. Rund eine halbe bis eine Stunde braucht er zur Anfertigung eines Exemplars.

Auch kulinarisch ließ der Lions Weihnachtsmarkt keine Wünsche offen. Es gab - ganz klassisch - Mus mit Mett, Gulaschsuppe und Würstchen, aber auch Spanferkel und Wildgulasch. Heidi Cybulski steht seit 15 Jahren auf dem Markt mit echten Nürnberger Lebkuchen. Natürlich durfte jeder mal probieren. "Die gehören zu Weihnachten dazu", sagte sie. "Winterzauber", ein Pflaumenlikör mit Gewürzen, konnte man am Stand von Ingrid und Andre de Schrevel von der "Niederrhein-Destille" erwerben. Den neuen Niederrhein-Whisky nicht. "Der war nach drei Tagen verkauft", erzählte de Schrevel. "Aber im Mai gibt es neuen." Als Alternative zum Glühwein konnten die Besucher "Bockbier-Punsch" trinken. "Das Bockbier wurde mit Orangen und Honig versetzt und erwärmt", erklärte Brauer Walter Hüsgens von der Brauerei Walter Bräu in Wesel-Büderich. Brödje bot zum ersten Mal Mutzenmandeln. "Die gehören in diese Zeit, sind besonders zu Silvester beliebt", sagte Verkäuferin Anke Großer.

Natürlich durfte an diesem Nikolaustag auch der Nikolaus nicht fehlen. Er beschenkte die Kinder mit Süßem. Der gesamte Erlös der Lions-Weihnachtsmarktes aus Eintrittsgeldern, Standgebühren und der Cafeteria kommt gemäß dem Motto "Helpe met Pläsir" dem guten Zweck zugute.

Quelle: RP
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