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Emmerich
Zehn-Jahres-Plan für Emmerich

Emmerich: Zehn-Jahres-Plan für Emmerich
"Es geht um einen Neustart für Emmerich", sagt Planerin Ursula Mölders. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Unter Beteiligung der Bürger soll in diesem Jahr das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept", das Planungen in vielen unterschiedlichen Bereichen vorsieht, auf den Weg gebracht werden. Es ist Voraussetzung für Fördermittel des Landes. Von Markus Balser

Wo liegen die Stärken und Schwächen von Emmerich, was kann verbessert oder ausgebaut werden? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich derzeit das Kölner Planungsbüro Dr. Jansen im Auftrag der Stadt Emmerich. Ziel ist die Ausarbeitung eines so genannten "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes", das hauptsächlich den Innenstadtbereich bis zum Bahnhof umfasst. Es soll nicht nur bauliche Vorhaben, sondern auch Planungen für Kultur, Bildung, Wirtschaft, Familie, Demografie und viele andere Bereichen vorsehen, die das Leben in einer Stadt ausmachen. Am Ende soll dann ein ganzes Bündel von Maßnahmen stehen, die in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden sollen.

"Ein solches Konzept ist Voraussetzung für Fördermittel des Landes", erklärt der Erste Beigeordnete Dr. Stefan Wachs. Die liegen pro Vorhaben bei mindestens 50 Prozent. Und sollen noch weitere Investitionen von privater Seite nach sich ziehen. "Im Bundesdurchschnitt sind das pro einen Euro Fördergeld weitere sechs bis acht Euro", weiß Planerin Ursula Mölders vom Büro Dr. Jansen.

Sie befasst sich seit Mitte Dezember mit dem Ist-Zustand der Stadt Emmerich. Ihre Analysen sollen im Zusammenspiel mit weiteren Akteuren noch in diesem Jahr zu dem Konzept führen, das dann dem Land vorgelegt wird. Bereits im Februar wird es eine Expertenrunde geben, die sich die Ergebnisse der Untersuchung anschaut. Im April (siehe Infobox) können sich dann auch die Emmericher Bürger einbringen. Nach weiteren Expertengesprächen soll dann die Stadtverwaltung eine Prioritätenliste erstellen. Die Emmericher Politik, die Bezirksregierung und ein zweites Bürgerforum tragen im Oktober schließlich zur endgültigen Abstimmung der Projekte bei, bevor der gesamte Maßnahmenkatalog Ende des Jahres dem Land vorgelegt wird.

Dass es dabei um Maßnahmen von Ausmaßen wie etwa dem Bau der Rheinpromenade geht - ein Projekt, das auch mit Mitteln des Landes gefördert wurde - hält Dr. Stefan Wachs eher für unwahrscheinlich. Dennoch sollen die einzelnen Vorhaben die Stadt weiterentwickeln, sie zukunftsfähig machen.

Planerin Ursula Mölders hat sich bereits einen ersten Eindruck von Emmerich verschafft. Sie sieht neben einigen positiven Aspekten Handlungsbedarf an den unattraktiven Stadteingängen und der Wegeführung für Fußgänger. Auch das Thema "Fassadenerneuerung" könnte ihrer Einschätzung nach eine Rolle spielen. "Letztendlich geht es um einen Neustart für Emmerich", sagt sie.

Der soll übrigens auch durch ein neues Logo und einen Slogan nach außen getragen werden.

Quelle: RP
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