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Emmerich
Zehntelsekunde entscheidet Seifenkisten-Rennen

Emmerich: Zehntelsekunde entscheidet Seifenkisten-Rennen
Ottmar Ratz und das Team Teba 1 holten den Junior-Pokal. Das Bild rechts zeigt das Rennen um Platz drei. Es musste wiederholt werden, weil beide Fahrer zunächst gleichzeitig ins Ziel kamen. . FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Es ging um eine Zehntel-Sekunde. Die war Ottmar Ratz vom Team Teba 1 schneller als Luigi Panfilli vom Team Topstar. Und so gewann der junge Mann den Junior-Cup. Dritter wurde hier Tobias Miklis vom Audi Racing Team.

In diesem Jahr stimmte alles, und so konnte das sechste Seifenkistenspektakel ohne Probleme am Samstag über die Bühne gehen. Im letzten Jahr mussten die Finalläufe aufgrund eines Unwetters ausfallen, ebenfalls ein Unwetter setzte am Donnerstagabend die Stromversorgung unter Wasser, aber die Organisatoren von "THW und Freunden" schafften es pünktlich, alles wieder in Ordnung zu bringen. "Am Freitagabend war das gemütliche Zusammensein mit den Bands "Dauerbrenner" und "Snitlev" super besucht und es herrschte beste Stimmung", erzählte Organisator Frank te Kempel. 37 Teams mit rund 130 Fahrern, davon jeweils 20 Jugendliche und Frauen, gingen am Samstag an den Start.

Das Gewinner-Team des sechsten Seifenkisten-Events war Familie Miklis mit ihrem "Audi Racing Team". Alle drei kamen aufs Podest. Nachdem Sohn Tobias Dritter bei den Junioren wurde, belegte Mutter Jutta Platz 2 im Ladies-Cup hinter Mona Franken vom Team "Power to the Bauer" und vor Maren Steigerwald vom "TWE Racing Team". Den Vogel schoss dann der Familienvater Karl-Heinz Miklis ab, als er den Senioren-Cup gewann. Das Basteln und Tüfteln im Winter an der Familienkiste hatte sich gelohnt. Zweiter wurde hier Martin Pitz vom Team Racing Bull und Dritter Rick Daniels vom Teba-Team 2. In der Highspeed-Klasse gewann Christian Kuhl (Teba-Team 1) vor Kai Stanszik (TWE Racing-Team) und Axel Schell vom Team Tiefflieger. "Die schnellsten Kisten sind in gut 27 Sekunden am Ziel, sie fahren eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometer", sagte Frank te Kempel.

Die Zuschauer konnten diesmal den Start und den Anfang der Rennen auf zwei Leinwänden, die im Zielbereich standen, miterleben. "Da oben fährt eine Kamera die ersten 120 Meter an einer Seilbahn mit", erklärte te Kempel. Lautstark wurden die Piloten angefeuert. "Wir fiebern schon immer dem Seifenkistenrennen entgegen", sagte Kenny Bekker vom TWE-Team. Im nächsten Jahr wird beim TWE sogar eine Kiste als Lehrlingsprojekt gebaut, erzählte Kai Stanszik. Für das Frauen-Quintett Anke te Kempel, Simone Verhey, Susanne Krause, Jutta Bergmann und Anne Wittenhorst stand der Spaß im Vordergrund. "Wir sind jedes Jahr dabei und geben unserer Kiste jedes Mal ein neues Design", sagte Anke te Kempel. Diesmal fuhren sie als "rasende Hasen". Die "Wilde 5" ließ den Nachwuchs ans Steuer. Neben Vater Clemens Meyer fuhren die Söhne Dominik und Christian und ihr niederländischer Freund Martin Kuster. "Nicht schnell, aber schön", kommentierte Margit Reintjes den "Charakter" ihres Fahrzeugs, ein Drahtkäfig mit Plüschgiraffe, das sie mit Ulrike Opdemom fuhr. Nicht nur die Fahrer hatten ihren Spaß, sondern auch das Publikum, das mit Getränken und Gegrilltem bestens versorgt wurde.

FOTO: van Offern Markus
(moha)
 
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