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Emmerich
Zwei Tage für die Rotarier in Emmerich

Emmerich: Zwei Tage für die Rotarier in Emmerich
Zahlreiche Rotarier waren nach Emmerich gekommen, um unter anderem über Projekte und das Erfolgsmodell der Rotary-Clubs zu sprechen. Auch kulturell wurde den Gästen einiges geboten. FOTO: markus van offern
Emmerich. Rund 240 Rotarier aus dem Westen des Landes NRW konnten am Freitag und Samstag mit ihren Familien begrüßt werden. Es gab ein buntes Programm für die Gäste. Höhepunkt war der Vortrag eines Zukunftswissenschaftlers. Von Monika Hartjes

Golfspielen, Musik von Jazz bis Klassik, interessante Vorträge und gute Gespräche - das alles bot die Distriktkonferenz des Distrikts 1870 von Rotary, die am Freitag und Samstag in Emmerich veranstaltet wurde. Gastgeber war der Rotary Club Emmerich-Rees.

Bürgermeister Johannes Diks, Distriktgovernor Alois Serwaty und Clubpräsident Michael Kemkes konnten rund 240 Rotarier aus dem Westen NRW mit ihren Familien begrüßen. "Ich freue mich, dass unter den Gästen auch rund 50 Austauschschüler von "Rotaract", ein Rotarier-Programm für junge Leute, sind", sagte Serwaty.

Am Freitag hatten die Rotarier die Möglichkeit, an einem Distrikt-Golfturnier im Golfclub Wasserburg Anholt teilzunehmen, am Abend stand gute Unterhaltung mit "Harry Borgner - der Mann mit den 1000 Stimmen" auf dem Programm.

Der Samstag stand im Zeichen einer Arbeitssitzung mit Berichten und Vorträgen, zunächst im Stadttheater. Nach einem Film über den Niederrhein, den Stefan Reichmann gedreht hatte, hielt Wernt Brewitz, 2012/13 Governor des Distrikts 1800 (Teile Niedersachsens und Sachsen-Anhalts) und Mitbegründer des Rotary Clubs Salzgitter-Wolfenbüttel-Vorharz, eine Rede als Repräsentant des Weltpräsidenten Gary Huang. Das Erfolgsmodell der Rotarier müsse immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden, so Brewitz. Man müsse die Potenziale jedes Einzelnen richtig einsetzen, mehr Frauen und auch Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen. Eine besondere Herausforderung sei die Einbeziehung der jungen Menschen in die Gemeinschaft. Nach wie vor seien die Hauptziele der Rotarier die Verständigung zwischen den Völkern und die Hilfe von Menschen, wie sie bei Wasser- und Hygieneprojekten, Schul- und Dorfentwicklungsprojekten und dem Projekt "End Polio now" umgesetzt wird. "Ein Anliegen des Weltpräsidenten ist es auch, einen Rotary-Tag zu veranstalten zur Steigerung unseres positiven Erscheinungsbildes in der Öffentlichkeit", sagte Wernt Brewitz.

Begeisterten Applaus gab es für die beiden Sängerinnen Miriam Hardenberg und Gabriele Natrop-Kepser, die unter anderem Rossinis "Katzenduett" und "Summertime" von Gershwin vortrugen, am Klavier begleitet von Stefan Burs. Michael Kemkes sprach über den gastgebenden Rotary Club, "wo sich Menschen aus den beiden Zwillingsstädten Rees und Emmerich zusammengefunden haben." Derzeit hat der Club 42 Mitglieder.

Zum Mittagessen ging es ins PAN, wo als Höhepunkt der Veranstaltung der renommierte Zukunftswissenschaftler Professor Horst W. Opaschowski zum Thema "Deutschland 2035. Wie wir in 20 Jahren arbeiten und leben" referierte. Das Wohlstandsdenken verändere sich, so der Professor. "Die Menschen legen wieder mehr Wert auf nachhaltigen Wohlstand, der nicht nur von Konjunkturzyklen und Börsenkursen abhängig ist. Zugleich verstärkt sich die Suche nach Sinn, Halt und Heimat " Er gab den Zuhörern mit auf den Weg: "Sorgt nachhaltig dafür, dass das Leben kommender Generationen lebenswert bleibt."

Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema "Rotary im 21. Jahrhundert - Chancen & Herausforderungen" übergab Alois Serwaty das Governor-Amt an seinen Nachfolger Joachim Goetz vom Rotary Club Neuss.

Quelle: RP
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