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Erkelenz
40. Lambertusmarkt lockt die Massen an

Erkelenz. Der größere Teil des fünftägigen Lambertusmarktes und der großen Erkelenzer Kirmes stehen noch bevor. Bands wie "Kasalla", "Big Maggas" und "Hätzblatt" haben die Besucher schon zu Tausenden in die Innenstadt gezogen. Von Anke Backhaus

"40 Jahre macht Ihr das hier schon? Und es gibt tatsächlich Leute, die in dieser Zeit nicht einmal den Schwenkbraten verpasst haben?" Bastian Campmann kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Der Frontmann von "Kasalla" fand das irgendwie schön schräg. Ja, so ist Erkelenz eben.

Kampmann und seine Jungs "us der Stadt met K" setzten zum Auftakt der 40. Auflage des Lambertusmarktes einen ordentlichen musikalischen Akzent. Überhaupt: Das, was Organisator Stephan Jopen an den Tagen eins und zwei der Jubiläumsausgabe in den Markt gebracht hatte, war unterm Strich allererste Sahne. Donnerstag "Kasalla" und gestern Abend die "Big Maggas" aus Hamburg, die wie die Kölner das Publikum mehr als nur begeisterten - da darf sich der Erkelenzer freuen auf das, was bis Montag noch so alles kommt.

Kaiserwetter machte Moderator Carsten Forg aus. In der Tat: Dr. Hans-Heiner Gotzen, der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz und Geschäftsführer der verantwortlichen Kultur GmbH, hatte es gesagt: "Pünktlich zum Lambertusmarkt und zur Kirmes wird das Wetter prima." Während am Donnerstag zunächst Bürgermeister Peter Jansen für den Fassanstich sorgte und die Fahrgeschäfte der großen Erkelenzer Kirmes auf ihre ersten Runden schickte, schickte Jopen anschließend die Musikacts auf die Bühne. Los ging's mit Tom Drost und den "Domstädtern", ehe am Abend "Kuhl un de Gäng" und "Hätzblatt" den Sonnenschein auf den Marktplatz holten - so gelang der Auftakt.

Viele Besucher strömten eigens wegen "Kasalla" auf den Markt. "Köllefornia", "Stäänefleejer", "Alle Jläser huh", "Pirate", "Us der Stadt met K" - die Kölschrocker hatten Erkelenz ganz flott im Griff. Kein Wunder, denn die Fangemeinde der Band ist hier ziemlich groß. Kein Wunder auch, dass der Markt aus allen Nähten platzte und die Leute die Sause mit den kölschen Jungens volauf genoss. "Eine Band wie die hat die kölsche Musiklandschaft hervorragend vorangetrieben", hieß es da so während des Konzerts.

Und dann kam gestern der nächste Wahnsinn auf die Bühne. "Der fährt jetzt nicht ernsthaft mit diesem Mofa auf der Bühne umher?!" "Also erstens ist das kein Mofa, sondern Roys heißgeliebte Puch. Zweitens: Natürlich saust er damit über die Bühne." Es ist der Auszug aus dem Gespräch zweier Ladys an der Bühne. Die eine sah das Spektakel zum ersten Mal, die andere ist das, was man mit dem Prädikat "überzeugter Fan mit maggischer Konzerterfahrung bezeichnen muss. Die "Big Maggas" haben den Lambertusmarkt auf links gekrempelt.

Atemberaubend, in welchem Tempo die Band um Chef-Entertainer Roy "Rakete" Ostermann, das Energiebündel schlechthin, durch die Show sprintete - der Mann muss für die Bühne geboren sein. Genial auch: Gitarrist GoGo Günther mit seinem glänzenden Mienenspiel, Drummer Bum Bum Boxleitner mit krassen Rhythmen und Bassist Otto, irgendwie ein Ruhepol im Käfig, und Unterhaltungsroboter Horst.

Bleibt noch die Klärung einer Frage: Was bedeutet "Magga", wie es auf Roys Gürtelschnalle zu lesen steht? Dass das aus dem Norddeutschen stammt - klar. Bum Bum hilft beim Übersetzen: "Magga - das ist der Macker. Also Männer wie wir."

Quelle: RP
 
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