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Erkelenz
ADFC nimmt im HS-Kreis wieder Fahrt auf

Erkelenz: ADFC nimmt im HS-Kreis wieder Fahrt auf
Der neue Vorstand des ADFC Ortsvereins für den Kreis Heinsberg, der für den 30. Mai zur "Radpurgisnacht" einlädt - mit oder ohne schmückenden Besen auf Fahrrad.
Erkelenz. Auflösen oder neu durchstarten? Vor dieser Entscheidung hatte der ADFC Ortsverein für den Kreis Heinsberg gestanden. Er entschied sich für einen Neuanfang. Ab sofort gibt es wieder geführte Fahrradtouren und monatliche Stammtischtreffen. Von Andreas Speen

Der ADFC im Kreis Heinsberg hat sich - nach einer Zeit ohne Aktivenkreis - neu aufgestellt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club bietet ab Sonntag wieder geführte Fahrradtouren an und ab Juni einen monatlichen Stammtisch für Fahrradbegeisterte. "Im Kreis Heinsberg stand der ADFC vor der Frage, ob er seinen Ortsverein auflöst oder neu durchstartet - wir haben den letzteren Weg gewählt", teilte Conny Boxberg nach der entscheidenden Mitgliederversammlung mit, in der sie zur neuen ADFC-Vorsitzenden gewählt wurde.

1994 war für den Kreis Heinsberg ein ADFC-Ortsverein ins Leben gerufen worden. Er hatte viele Touren organisiert, gar ganze Fahrradfahrwochen, erinnerte Boxberg zurück. Irgendwann jedoch sei, sagte sie in einem dem Fahrradfahrer bekannten Bild, die Luft raus gewesen. Aktionen seien immer seltener geworden. Vor zwei Monaten riefen Conny Boxberg und Christiane Kubatta dann beim ADFC dazu auf, zu signalisieren, ob Interesse an einem Fortbestand einer eigenen Ortsgruppe mit eigenen Angeboten bestehe. Vor wenigen Tagen, der Zuspruch war positiv gewesen, war nun zur Mitgliederversammlung eingeladen gewesen. Danach berichtete die Vorsitzende, dass ein Vorstand gewählt werden konnte, dass es ab dem 24. April von Christiane Kubatta wieder geführte Fahrradtourern gibt und ab Juni einen ADFC-Stammtisch: "Der findet am jeweils letzten Donnerstag eines Monats im Wechsel in Erkelenz und Wegberg statt. Sowohl mit dem Stammtisch als auch den Touren wollen wird uns räumlich in Zukunft aber ausdehnen. Zurzeit jedoch sind Wegberg und Erkelenz unser Wirkungskreis." Der Stammtisch solle dazu dienen, sich über Touren auszutauschen, Aktionen zu planen oder Probleme zu besprechen, die Fahrradfahrer beispielsweise mit schlechten Straßenverhältnissen haben könnten.

Ziel ist es Boxberg zufolge auch, sich mit anderen Anbietern von Radtouren und anderen Vertretern für das Fahrradfahren aus dem Kreis Heinsberg zu vernetzen. So soll beispielsweise schnell der Kontakt zum Stadtmarketing in Erkelenz gesucht werden, wo die Aktivitäten der "fahrradfreundlichen Stadt" angesiedelt sind. "Wir sind ansonsten auch dankbar für alle neuen Ideen und suchen zum Beispiel aus den anderen Kommunen des Kreises Heinsberg, wie Geilenkirchen oder Selfkant, Tourenleiter, um unseren Wirkungskreis zu erweitern", sagte Conny Boxberg. Stück für Stück wolle der frisch gewählte ADFC-Vorstand den Ortsverein nun neu aufbauen. Denn: "Uns ist es ein Anliegen, den Radverkehr nach vorne zu bringen und zum Beispiel dafür zu werben, Kinder mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Schule zu bringen. Es gibt eine Studie von 2012, wonach im Kreis Heinsberg 80 Prozent der Strecken unter fünf Kilometer mit dem Auto zurückgelegt werden - da sehen wir Potenzial fürs Fahrrad, das es zu wecken gilt."

Wachrütteln will der ADFC entsprechend dieses Gedankens schon am 30. April. Um 18 Uhr gehen vom Erkelenzer Marktplatz aus Radfahrer auf eine etwa einstündige Tour, die den Titel "Radpurgisnacht" trägt und der sich jeder anschließen kann: "Wir wollen, teilweise mit zum Beispiel mit Besen verzierten Fahrrädern, die Fahrradfreundlichen Geister in Erkelenz wecken und danach beim Tanz in den Mai auf dem Franziskanerplatz einkehren." Übrigens: Ein dem Motto entsprechend verziertes Fahrrad sei für die Teilnahme nicht zwingend.

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Quelle: RP
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