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Erkelenz
Adventsdorf soll Atmosphäre schaffen

Erkelenz: Adventsdorf soll Atmosphäre schaffen
Helmuth Weiss (r.) wird rund um das Alte Rathaus ein Adventsdorf aufbauen. Damit sich die Verantwortlichen in Erkelenz ein erstes Bild machen konnten, hatte er für sie in dieser Woche schon mal einen Stand aufgebaut, in dem ein Holzkünstler mit der Motorsäge sein Können vorführte. FOTO: spe
Erkelenz. Erkelenz bekommt ein Adventsdorf, das sich um das Alte Rathaus gruppiert und in dem es immer Aktivitäten geben soll. Von Andreas Speen

Erkelenz unternimmt mit seinem Adventsmarkt einen Neustart. Diesen kündigt Bürgermeister Peter Jansen an, sich dabei auf die unterschiedlichen Versuche in den vergangenen Jahren beziehend: "Wie bekommen wir die richtige Stimmung, die richtige Atmosphäre hin. Das ist bei uns seit Jahren ein Thema. Nach den vergangenen Jahren war es nun unser Bestreben, endlich ein Angebot zu finden, das zu unserem Gefühl, zu unserer Stadt passt." Gefunden, so hofft Jansen, wurde das Gesuchte in der Person von Helmuth Weiss aus Dortmund. Und der brennt darauf, Erkelenz einen neuen, zur Stadt passenden Adventsmarkt zu organisieren.

Vom 1. bis 17. Dezember wird rund um das Alte Rathaus ein Adventsdorf aufgebaut. Weiss kündigt an, einen Rundweg mit Atmosphäre gestalten zu wollen, den die Besucher entlang bummeln können. Bestaunen sollen sie dabei altes Handwerk, das in Erkelenz vorgeführt wird. Korbflechter, Besenbinder und ein Kürschnermeister können bei ihren Tätigkeiten beobachtet werden. Ein Künstler wird Kunst und Gebrauchsgegenstände aus Holz schneiden: "Mit einer elektrischen und somit nicht zu lauten Kettensäge." Mitbringen wird Weiss außerdem "die einzige reisende Glasbläserei Deutschlands, bei der sich die Besucher des Adventsmarkts auch selbst probieren dürfen". Auch eine überdachte Taverne mit Sitz- und Stehgelegenheiten, ein umfangreiches Bühnenprogramm sowie die traditionelle Erkelenzer "Flexi-Bude", in der heimische Künstler und soziale Einrichtungen täglich wechselnd ausstellen können, wird zum Adventsdorf dazugehören. "Bei uns wird es keinen Stillstand geben, sondern immer Aktivitäten", verspricht Helmuth Weiss. "Wir wollen Erkelenz begeistern." Erfahrungen bringt er viele mit, bietet er doch andernorts ähnliche Adventsmärkte an, zum Beispiel in Wetzlar und Rostock: "Unsere Märkte befinden sich nie näher als 200 Kilometer zueinander, damit sie in der Region einmalig bleiben."

Viele Gesprächsrunden waren notwendig, bis das neue Konzept für den Advent in Erkelenz feststand. Anschließend stellt Hans Kühle, Vorsitzender des Gewerberings, erleichtert fest: "Es freut mich, dass wir es dadurch in diesem Jahr wieder geschafft haben, zeitlich mit dem mittelalterlichen Adventsmarkt der ,Freunde der Burg' zusammenzufinden, so dass wir den Erkelenzern drei Veranstaltungen gleichzeitig anbieten können: das Adventsdorf, den mittelalterlichen Adventsmarkt auf der Burg und die Nikolausfahrt mit der Kutsche, die von uns im Gewerbering für Sonntag, 3. Dezember, zum verkaufsoffenen Sonntag organisiert wird."

Alles auf Neuanfang gestellt haben auch die "Freunde der Burg", die ihre Zusammenarbeit mit der bisherigen Ritterschaft für Adventsmarkt und Sommerfest beendet haben. Peter Fellmin, der Vorsitzende des Burg-Fördervereins, hatte zunächst gar nicht damit gerechnet, wieder einen mittelalterlichen Markt in der Vorweihnachtszeit anbieten zu können: "Wir waren sehr überrascht, wie schnell wir sehr viele Bewerbungen hatten. Und noch mehr hat uns überrascht, dass diese alle aus der Region gekommen sind - aus Gerderath, Gerderhahn, Doverheide, Viersen oder Gangelt." Öffnen wird der Markt auf der und rund um die Erkelenzer Burg an zwei Tagen, 2. und 3. Dezember. Bei freiem Eintritt werden "Living-History-Darsteller" ins Mittelalter entführen. "Magia della Luce wird am Samstag gegen 20 Uhr eine spannungsreiche Feuershow präsentiert", kündigt Fellmin an und weist darauf hin, dass 500 Jahre nach der von Martin Luther angestoßenen Reformation, dessen "Frau Katharina von Bora zu uns kommt und vor Ort über ihren Ehemann plaudert".

Quelle: RP
 
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