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Erkelenz
Ära auf Hohenbusch endet

Erkelenz: Ära auf Hohenbusch endet
Frank Körfer (2. v.l.) ist neuer Vorsitzender des Fördervereins für Haus Hohenbusch. Ihm gratulierten seine Vorstandskollegen Christoph Ohmes (l.) und Georg Dulies (r.) sowie Beigeordneter Hans-Heiner Gotzen. FOTO: Ruth Klapproth
Erkelenz. Frank Körfer wird neuer Vorsitzender des Fördervereins für Haus Hohenbusch. Sein Vorgänger Heinz Küppers wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt.  Von Andreas Speen

Heinz Küppers hat Haus Hohenbusch, das ehemalige Kreuzherrenkloster bei Hetzerath, zu dem gemacht, was es heute ist: eine Erinnerungsstätte Erkelenzer Geschichte, ein Ort des Austauschs und vielfältiger Veranstaltungen. Der Gründer des Fördervereins für Haus Hohenbusch und Motor der Sanierung hat sein Amt als Vorsitzender nach 17 Jahren niedergelegt, und der Verein hat Frank Körfer einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt. Küppers wurde Ehrenvorsitzender.

Mit Heinz Küppers war in Erkelenz begonnen worden, die maroden Gebäude und die Flächen des ehemaligen Klosters, das landwirtschaftlich genutzt wurde, zu sanieren. Beendet ist diese Arbeit nicht, ergaben nicht zuletzt die archäologischen Untersuchungen, die diese Woche vor und hinter dem Herrenhaus gemacht wurden. "Eine Ära ist zu Ende gegangen", würdigte Hans-Heiner Gotzen, der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, das "großartige Lebenswerk" von Heinz Küppers in der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins, die zur Wahl des neuen Vorsitzenden notwendig geworden war. Zugleich stellte er aber in Aussicht, dass "die Untersuchungen der Archäologen, der weitere folgen müssen, eine neue Ära für Hohenbusch beginnen lassen". Gefunden haben sie unter anderem Hinweise auf einen dreiseitigen Kreuzgang, der an das noch vorhandene Herrenhaus angeschlossen haben könnte.

Heinz Küppers konnte die Versammlung am Donnerstagabend nicht besuchen. Für sein Schaffen dankte ihm der Verein in Abwesenheit mit kräftigem Applaus, der einstimmigen Wahl zum Ehrenvorsitzenden und großen Dankesworten, die Gotzen als Vertreter der Stadt sprach, die Eigentümerin von Haus Hohenbusch ist: "Heinz Küppers hat Hohenbusch nie um seinetwillen gemacht, sondern um Hohenbuschs Willen. Er hat Hohenbusch belebt und war von Anfang an ein großer Streiter für Hohenbusch. Ihm hat immer vorgeschwebt, Hohenbusch mit Leben zu füllen: Heute ist es ein wahrlich lebendiger Ort des Austauschs und vielfältiger Veranstaltungen. Trotz Krankheit ist er in den vergangenen Jahren emsig dabeigeblieben, auch wenn ihm dies immer schwerer fiel." Der "großen Spuren", die Heinz Küppers hinterlässt, ist sich sein Nachfolger Frank Körfer bewusst. Er kündigte an, das ehemalige Kreuzherrenkloster noch weiter in das Bewusstsein der Menschen rücken zu wollen, "indem wir uns noch intensiver um die Geschichte dieses Hauses kümmern".

Küppers und Körfer haben in den vergangenen Jahren - mit den weiteren Vorstandsmitgliedern und vielen Ehrenamtlichen - schon eng zusammengearbeitet. Ein Ergebnis ihrer Arbeit wird am 4. März 2018 der Öffentlichkeit übergeben, kündigte Körfer an: "Wir können an diesem Tag im Obergeschoss des Herrenhauses die erweiterte Dauerausstellung in den musealen Zellen eröffnen. Sie befinden sich derzeit in der finalen Planung des Architekten." Angekündigt zu diesem Anlass haben sich bereits Nachfahren fast aller früheren Hohenbusch-Besitzer, darunter auch der Provinzial des Kreuzherrenordens. Begleitet wird die Eröffnung von einer zusätzlichen Ausstellung zur Hohenbusch-Historie im Laienbrüderhaus. Diese bereiten die Erkelenzer Stadtarchivarinnen Alice Habersack und Karo Meyntz vor.

Quelle: RP
 
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