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Erkelenz
Alissas Familie hofft weiter

Erkelenz: Alissas Familie hofft weiter
Ein schwerer Start ins Leben - doch Alissa lächelt tapfer. FOTO: PRIVAT
Erkelenz. Typisierungsaktion für Leukämiekranke am Sonntag in Erkelenzer Stadthalle. Von Gabi Laue

"Alles wird gut, kleine Prinzessin. Wir sind in Gedanken bei dir!" Auf der Internetseite www.hilf-mir.com wünschen zahlreiche Menschen der kleinen Alissa Schulz und ihrer Familie, dass bald ein Knochenmark-Spender für das leukämiekranke, sieben Monate alte Mädchen gefunden wird. Eine Typisierungsaktion findet am Sonntag, 10 bis 17 Uhr, in der Erkelenzer Stadthalle am Franziskanerplatz statt - und 1063 Personen im Netz gefällt das.

Alle gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren können zu der kostenfreien Aktion kommen (die RP berichtete). Gepiekt wird nicht - ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen genügt. Mit den typisierten Gewebemerkmalen können die Freiwilligen als Spender in das Register der Knochenmarkspenderzentrale am Uniklinikum Düsseldorf aufgenommen werden. Jedes Jahr trifft die Diagnose Leukämie oder eine andere bösartige Blutkrankheit etwa 8000 Menschen. Einige Erkrankte können durch Medikamente geheilt werden. Anderen kann nur eine Übertragung gesunder Blutstammzellen helfen, und das trifft auch für Baby Alissa zu.

Alissa Schulz aus Etgenbusch kam am 12. Dezember per Notkaiserschnitt zur Welt. Die Ärzte kämpften um ihr Leben, erst nach Wochen war Leukämie als Ursache für ihren schlechten Allgemeinzustand ausgemacht. Die Kleine überstand zwei Chemo-Therapiephasen, lag kürzlich noch mit einer Lungenentzündung auf der Intensivstation. Inzwischen durfte sie paar Tage mit Mama und Papa zu Hause genießen, bei der Hitze auch für einige Minuten im Planschbecken baden.

Familie und Freunde hatten schon eine kleine Typisierungsaktion in Widdern (Baden-Württemberg) organisiert. Dabei wurden fast 300 neue Spender registriert - bisher fand sich noch kein genetischer Zwilling. Jetzt hoffen die Eltern auf viele weitere Spendenwillige.

Quelle: RP
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