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Auslandsjahr Vanessa Rikken
Amerika - teils fremde Welt für Europäer

Erkelenz. Die Autorin lebt für ein Jahr als Au-pair in den USA. In ihrer Artikelserie beschreibt sie heute Ungewohntes im amerikanischen Alltag. Von Vanessa Rikken

Seit fast vier Monaten lebe ich jetzt in Amerika. Ich werde immer wieder gefragt, ob in Amerika wirklich alles so anders ist als in Deutschland. Diese Frage kann ich nur mit "Ja" beantworten. Ich habe einmal fünf der größten Unterschiede zusammengestellt.

1) Auto fahren - Vor dem Auto fahren hatte ich, bevor ich nach Amerika gekommen bin, schon etwas Angst. Ich musste, da ich in Washington lebe, keine Führerscheinprüfung machen, sondern konnte den Führerschein einfach kaufen. An die viel größeren Autos und die anderen Verkehrsregeln habe ich mich dann aber doch schnell gewöhnt. Man darf zum Beispiel bei einer roten Ampel trotzdem rechts abbiegen, wenn alles frei ist, und muss nicht warten, bis die Ampel grün wird. Zum Glück gibt es eigentlich nur Automatik-Wagen hier, alles andere wäre bei den Bergen und dem Verkehr auch sehr anstrengend.

2) Feiertage - Die Feiertage hier werden viel intensiver gefeiert als in Deutschland. Der erste Feiertag, den ich hier erlebt habe, war Halloween. Die ganze Nachbarschaft hat sich gegenseitig an gruseligen und aufwendigen Dekorationen übertroffen. Auch das Kostüm spielt dabei eine riesige Rolle, wobei das Verkleiden hier wie bei uns in Deutschland an Karneval ist. Es muss kein gruseliges Kostüm sein, man kann sich auch als Prinzessin verkleiden.

3) Stromausfall - Da die Stromleitungen hier nicht unter der Erde liegen, kommt es regelmäßig zum Stromausfall. Ich selber habe auch schon vier Stromausfälle erlebt. Bis das Problem behoben ist, können dann auch schon mal 20 Stunden vergehen. Aber die meisten amerikanischen Familien sind vorbereitet und bestens mit Taschenlampen ausgestattet.

4) Toiletten - Die Toiletten in öffentlichen Gebäuden wie zum Beispiel Restaurants, Bahnhöfen oder Flughäfen haben meistens niedrige Trennwände. Das bedeutet, wenn man gerade auf der Suche nach einer freien Toilette ist und jemand gerade steht, weil er sich zum Beispiel gerade die Hose hochzieht, kann man sich direkt ansehen. Das ist oft mehr als unangenehm für beide.

5) Flu shot - Kaum ist der Herbst in Amerika da, wird man überall mit Werbung für den "Flu Shot" überhäuft. Der "Flu Shot" ist das Gleiche wie in Deutschland die Grippeschutzimpfung, in Amerika sind die meisten Menschen aber davon überzeugt, dass man diese Impfung unbedingt braucht. Deswegen geht sofort jeder in den Supermarkt, wo man sich den Flu Shot geben lassen kann, und lässt sich beim Einkaufen kurz impfen.

Insgesamt gesehen fühle ich mich in meiner Gastfamilie und auch in Amerika sehr wohl.

Getrübt wird mein Auslandsjahr natürlich durch die Ereignisse in Europa, um die auch ich mir viele Gedanken mache. In solchen Zeiten ist es nicht leicht, 7990 Kilometer von der Familie und Freunden weg zu sein. Dennoch habe bis jetzt schon viele Erfahrungen sammeln können und so viele schöne Städte gesehen, wie zum Beispiel New York oder San Francisco.

Wenn auch ihr Lust auf ein Auslandsjahr habt, informiert und bewerbt euch jetzt bei meiner Agentur AIFS unter www.aifs.de.

Quelle: RP
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