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Erkelenz
Auf in die "heiße Phase" vor dem Abitur

Erkelenz: Auf in die "heiße Phase" vor dem Abitur
Thomas Nußbaum, Corinne Möck und Tamara Stumm v.l.): gemischte Gefühle vor dem Abiturjahr. FOTO: Junker
Erkelenz. Fünf Schüler des Cusanus-Gymnasiums sprechen darüber, was sie beim Start ins letzte Jahr ihrer Schulzeit bewegt. Von Marius Junker

Die Ferien sind zu Ende. Jetzt geht es für Corinne Möck, Tamara und Rebecca Stumm, Miles Kelm und Thomas Nußbaum in die "heiße Phase", das letzte Schuljahr vor dem Abitur. Stress und Prüfungsdruck werden kommen. Was das für die angehenden Abiturienten und Abiturientinnen bedeutet, brachten sie im Interview zur Sprache.

Doch am Anfang stehen die Ferien im Mittelpunkt. Die haben offenbar alle genossen. Sie erzählen begeistert von ihren Erlebnissen und sind froh, auch zwischendurch gefaulenzt zu haben. Thomas war mit seiner Familie drei Wochen mit dem Wohnmobil auf Reise durch Kanada, vorbei an Gletscherseen und den Rocky Mountains. In den Ferien hat sich der 17-jährige auch schon mit Fahrstunden auf seine Führerscheinprüfung vorbereitet, bevor der Schulstress wieder losgeht. Corinne, ebenfalls 17, hat zweieinhalb Wochen Natur und Sonne auf Teneriffa genossen, war in den Ferien mit Fitness und Jogging sportlich aktiv. Tamara und Rebecca, beide 17 Jahre, waren zusammen mit einer Freundin in Spanien an der Costa Blanca. Zudem waren beide unabhängig voneinander eine Woche mit ihren festen Freunden in Jena. Die Zwillinge nahmen zudem in den Ferien an einem speziellen Erste-Hilfe-Kursus teil, der für die sogenannte Jugendleiterkarte benötigt wird. Dabei handelt es sich um einen Ausweis, mit dem der Träger beispielsweise Jugendgruppen in den Ferien betreuen darf. Arbeitsreich waren die Ferien für den 18-jährigen Miles, der sich für Ausbildungsstellen bewarb und mit seiner Pop- und Punk-Band "Scratch" auf Tour war.

Thomas Nußbaum, Corinne Möck und Tamara Stumm v.l.): gemischte Gefühle vor dem Abiturjahr. FOTO: Junker

Doch das neue Schuljahr steht kurz bevor. Die Abiturklausuren und -prüfungen beginnen im Schuljahr 2015/2016 schon Anfang April, so dass die Zeit sehr knapp bemessen ist. Die Angst, in der letzten Phase vor dem Abitur nicht das zu erreichen, was man sich vorgenommen hat, ist bei fast allen präsent. Corinne hat Angst, dass "das nicht klappt wie gedacht mit dem Abi" und Rebecca befürchtet, "dass es sehr stressig und anstrengend wird". Studieren steht für Thomas bereits fest: "Was mich besonders interessiert, ist das Ingenieurswesen. Vielleicht gehe ich in diese Richtung." Rebecca bewegt die Frage, was nach dem Abitur auf sie zukommt: "Ich bin mir noch sehr unsicher, welchen Beruf ich anpeilen werde, ob ich direkt studiere oder erst ein Freiwilliges Soziales Jahr machen soll." Tamara ist sich sicher: "Ich möchte Lehramt, am liebsten in Aachen, studieren". Nur bei der Fächerwahl ist sie sich noch unsicher. Miles hofft, dass die Klausuren nicht in einem Block innerhalb kürzester Zeit geschrieben werden, sondern noch Zeit zum "Aufatmen" dazwischen bleibt. "Abitur macht man halt nur einmal", lacht er. Später möchte Miles im polizeilichen Dienst beziehungsweise im Zollwesen arbeiten. Nach den Ferien freut sich Thomas auf Freunde und Schulkameraden, die er schon länger nicht mehr gesehen hat. Die Vorfreude auf die Kursfahrten unter anderem nach Prag, Barcelona und England kurz nach den Ferien ist allen anzumerken und macht den Einstieg doch ein wenig einfacher: Den Start in das letzte Jahr der Schullaufbahn.

Die "heiße Phase" werden alle angehenden Abiturienten und Abiturientinnen im letzten Schuljahr, der 12. Stufe, zu spüren bekommen. Was danach auf sie zukommt, ist vielen schon klar, doch ein Jahr Auszeit ist für einige eine wichtige Option, bevor es direkt an die Uni geht oder ins Berufsleben gestartet wird.

Konzentriertes Arbeiten bei einer Klausur. Für viele Gymnasiasten beginnt heute der Endspurt in Richtung Abitur. Hoffen und Bangen halten sich die Waage. FOTO: imago/Tack (Archiv)
Quelle: RP
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