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Fahrradfrühling in Erkelenz
Auf zwei Rädern Richtung Frühling

Fahrradfrühling in Erkelenz: Auf zwei Rädern Richtung Frühling
Graupelschauer und Wind zum Trotz beteiligten sich diese Zweiradfreunde gestern mit guter Laune am Erkelenzer Fahrradfrühling. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz. Mit Regenponchos und Sattelschutz waren die Aussteller des "Fahrradfrühlings" auf das eher frühlingsuntypische Wetter vorbereitet. Bei vier geführten Touren konnten Fahrradbegeisterte mitradeln und die Region auf zwei Rädern erkunden. Von Johanna Küppers

"Ein paar sehr motivierte Teilnehmer, in sportlicher Kleidung und mit gepflegten Fahrrad sind schon um 10 Uhr morgens eingetroffen", sagte Nicole Stoffels vom Stadtmarketing. Sie konnten den Startschutz der Touren wohl kaum erwarten, nach und nach fanden sich weitere Zweiradfahrer ein, auch viele Familien mit Kindern.

Gegen 11 Uhr starteten die geführten Touren: Die erste Tour führte zum Ultraleicht-Fluggelände nach Erkelenz-Kückhoven (15 Kilometer), eine Schloss- und Klosterroute (24 Kilometer) führte nach Tüschenbroich und zum Haus Hohenbusch. Eine dritte Route führte die Radfahrer zu den blauen Blumen nach Hückelhoven-Baal und Rurich (26 Kilometer) und für die wirklich Ambitionierten wurde außerdem eine lange Strecke (42 Kilometer) zum Braunkohletagebau und zum Skywalk bei Jackerath angeboten.

Graupelschauer und Wind zum Trotz sind ein paar Besucher mit dem Fahrrad zum Marktplatz vor dem Alten Rathaus gekommen, um sich Bühnenprogramm und Aussteller anzusehen. Die standfesten Fahrradfans waren gut gerüstet und konnten sich unter anderem bei den Fahrradhändler Schmidt aus Erkelenz und Derouaux aus Lövenich über aktuelle Trends informieren. "Trotzdem sind viele Besucher gekommen und das Geschäft läuft", sagte Derouaux zufrieden. Doch die Bilanz der letzten Jahre ist verbesserungswürdig: Laut Derouaux gab es seit Beginn des Fahrradfrühlings bereits fünf Mal schlechtes Wetter und nur drei Mal gutes.

Neben Drahteseln fuhr auch ein Segway über den Markplatz. Dies passierte immer dann, wenn der Fahrer bei dem Segway-Parcours die Kurve nicht bekommen hatte. Außerdem zogen Einräder und Straßenspielzeuge vom Spielmobil ihre Runden durch die Menschenmenge. Weitere Programmpunkte waren unter anderen die Puppenbühne Maatz, die Tanzgruppe "Ballett & Bewegung" und ein Looping Bike, bei dem der Fahrer durch eigens Treten versuchen musste, einen Überschlag zu schaffen. Neue Räder konnten unter anderem bei der Fahrradbörse oder bei der Versteigerung gewonnen werden.

"Insgesamt soll der Fahrradfrühling motivieren, öfter mal das Rad zu benutzen", sagte Silke de Roode vom ADFC. Mit ihrem Stand zu dem Thema "Ich bin die Energie" machte sie Interessierte auf die Vorteile des Radfahrens aufmerksam. Mit der Gesundheitsformel "Fünf mal 30 Minuten" Sport pro Woche argumentierte sie für mehr Bewegung. Hinzu kommt der Umweltaspekt. "Statt des Autos einfach mal das Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkauf nehmen", sagte sie. Gleichzeitig warb ein Kollege von de Roode für Sicherheit im Straßenverkehr. Er erklärte Besuchern spielerisch, wie wichtig gutes Licht und Reflektoren im Straßenverkehr sind - denn "Nur Armleuchter fahren ohne Licht".

RP-Foto: Jürgen Laaser (Archiv)

Quelle: RP
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