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Erkelenz
Aufruf zum Tanz-Flashmob gegen Gewalt an Frauen

Erkelenz. Aufmerksamkeit für Mädchen und Frauen erzielen, die Opfer von körperlicher oder seelischer Gewalt werden - das soll am 14. Februar um 14 Uhr auf dem Erkelenzer Markt geschehen. Der Verein Erkelenzer Frauen Aktion (Efa) beteiligt sich an der weltweiten Aktion von "onebillionrising" mit einem Flashmob. Zur Teilnahme wird aufgerufen. Von Andreas Speen

"Weltweit gibt es am 14. Februar ein gemeinsames Aufbäumen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen", erklärt die Erkelenzer Mitorganisatorin Christel Paulzen. Die Wurzeln dieser Aktion, an der sich Erkelenz erstmalig beteiligt, reichen zum Valentinstag 2012 zurück. Sie basiert auf einer Statistik, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben Opfer von Gewalt wird. "Bei einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden Menschen addiert sich das auf mehr als eine Milliarde (englisch: one billion) Frauen und Mädchen", heißt es auf der Internetseite von "onebillionrising". 2013 gab es das erste gemeinsame Aufbäumen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Heute nennt sich das Projekt "die größte Massenaktion zur Beendigung von Gewalt an Frauen in der Menschheitsgeschichte". Es gehe nicht nur um körperliche Gewalt, sondern außerdem "um seelische Gewalt, wozu auch Mobbing am Arbeitsplatz gehört", erklärt Paulzen.

50 bis 100 Teilnehmer werden von Efa auf dem Erkelenzer Markt erhofft. Auch Männer können teilnehmen, anders als bei sonstigen Angeboten des Vereins. Die kreative Tanzgruppe von Efa, die sich immer donnerstags trifft, wird zunächst unter Mitwirkung der Djemben-Freunde aktiv, danach sollen alle Besucher tanzen. Zum Abschluss ist die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters eingeladen, eine kurze Ansprache zu halten. Paulzen erklärt: "Nach den Erfahrungen von Silvester in Köln geht es nicht ohne frauenpolitisches Statement." Tanzen allein reiche da nicht: "Wir wissen auch, dass wir mit einem Flashmob in Erkelenz selbst nichts erreichen, allerdings macht es die Menge der Aktionen weltweit. Für uns erwarten wir, dass aus dem Flashmob heraus Gesprächsbedarf entsteht." Man wolle in Erkelenz einen Denkanstoß geben. Nötig sei der auch hier, sagt Ellen Dittmann von Efa aus der Erfahrung, ohne ins Detail zu gehen: "Unser Verein ist eine Anlaufstelle für Frauen, wo Frauen sich - neben allen anderen Angeboten - mit ihren Problemen gegenseitig öffnen können."

Eingebunden in den Erkelenzer Flashmob, den Ute Eschweiler und Efa gemeinsam organisieren, werden auch die hier lebenden Flüchtlingsfrauen, das Frauenhaus des Kreises Heinsberg sowie die Gleichstellungsbeauftragten aus der Region.

Quelle: RP
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